Neun Gramm wiegt der Bahnenzähler „Lap Counter“, der wie ein Ring am Finger getragen wird.

Carola Felchner / spomedis

LapCounter, Bahnenzähler
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Testcenter | 16. Oktober 2012

Hilfe beim Bahnenzählen Sportcount Chrono 100

Matthias Heineke | Kennen Sie das Problem auch – mitten im Training haben Sie sich leider bei den Bahnen verzählt? EIne gewisse Abhilfe kann der kleine Bahnenzähler Sportcount Chrono 100 schaffen, der am Zeigefinger wie ein Ring getragen wird. swim hat das Gerät, das auch Zwischenzeiten stoppen kann, getestet.

Nutzwert

Bei der Sportcount Chrono 100 handelt es sich um eine wasserdichte Stoppuhr mit Zwischenzeitfunktion, die am Zeigefinger getragen und mit dem Daumen derselben Hand bedient wird. Das Gerät ermöglicht auf diese Weise eine Zeitnahme durch den Schwimmer selbst, ohne Störung der Schwimmbewegung. Die Sportcount Chrono 100 lässt sich dem Zeigefinger sicher anpassen und ist komfortabel zu tragen. Beim Schwimmen ist das kleine Gerät mit seinen neun Gramm kaum zu spüren und verrutscht nicht. Die Stoppuhr kann bis zu 100 Zwischenzeiten erfassen und ist daher auch für lange Strecken ohne Weiteres geeignet.

Display

Das Problem des Bahnenzählens während des Schwimmens vermag das Gerät allerdings nicht befriedigend zu lösen. Denn das Display ist zu klein, um es ohne Unterbrechung der Schwimmbewegung sicher ablesen zu können. Ohnehin wird die Rundenzahl („Lap“) nach der Zwischenzeitnahme nur für lediglich drei Sekunden angezeigt, was für einen Bahnenzähler eigentlich zu kurz ist. Allenfalls wenn man auf eine „fachgerechte“ Wende verzichtet und sich das Gerät direkt vor die Augen hält, kann man mit Glück etwas erkennen. Die Anzahl der absolvierten Bahnen lässt sich ansonsten erst ablesen, wenn man schon angeschlagen hat. Wenn man dann feststellt, dass man anstatt der gewünschten 60 Bahnen (= 1.500 Meter im 25-Meter-Becken) erst 58 Bahnen hat, ist es natürlich „zu spät“.

Bedienbarkeit

Leider liegt der Stoppuhr nur eine Anleitung auf Englisch bei, glücklicherweise ist die Bedienung über eine einzige Taste aber sehr einfach. Im Praxistest funktionierte das Gerät einwandfrei. Durch kurzen Druck mit dem Daumen wird die Stoppuhr in Gang gesetzt. Durch einen weiteren Druck, zum Beispiel nach 50 Metern, wird eine Zwischenzeit genommen. Es erscheint dann für drei Sekunden die Nummer der absolvierten Runde. Danach erscheint für etwa sieben Sekunden blinkend die entsprechende Zwischenzeit. (Doch dies ist für Schwimmer eher nutzlos, da sich die Zwischenzeit während des Schwimmens kaum ablesen lässt.)

Dann erscheint wieder die laufende Gesamtzeit. Die Zeitnahme wird angehalten durch einen kurzen Druck und ein anschließendes langes Drücken der Taste für drei Sekunden. Die einzelnen Runden- beziehungsweise Zwischenzeiten lassen sich dann in Ruhe am Beckenrand abrufen. Dabei werden auch die schnellste, die langsamste und die durchschnittliche Rundenzeit angezeigt. Gegebenenfalls muss man zum Ablesen die Schwimmbrille abnehmen. Will man die Stoppuhr erneut starten, so werden die bisherigen Zwischenzeiten gelöscht.

Gesamteindruck

Das Gerät ist für Schwimmer interessant, die ohne Trainer am Beckenrand ihre Zwischen- und Endzeiten wissen wollen. Hier ist die Sportcount Chrono 100 einer herkömmlichen Armbanduhr klar überlegen, da sie die Zeitnahme ohne Störung der Schwimmbewegung ermöglicht. Hilfreich kann das Gerät auch für Schwimmer sein, die gleichmäßige Intervalle schwimmen wollen (z.B. „10 x 100 Meter auf jeweils zwei Minuten“), denen im Schwimmbad aber keine Uhr mit Sekundenanzeige zur Verfügung steht. Der Preis von etwa 37 Euro für die Stoppuhr kann dann eine gute Investition sein.

Die Bewertung

  • Nutzwert: [4/5]
  • Display: [2/5]
  • Bedienbarkeit: [4/5]
  • Gesamteindruck: [4/5]
LapCounter, Bahnenzähler

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