Schwimmbrille Swedix Racing von Arena

Die spartanisch ausgestatteten „Schwedenbrillen“ finden nach wie vor viele Anhänger. Kein Wunder also, dass die großen Hersteller in diesem Segment mittlerweile mit eigenen Modellen auftreten, so auch der Hersteller Arena mit dem Modell „Swedix“.

| 5. August 2012 | MATERIAL

Swedix 2 | Swedix Schwimmbrille Arena

Swedix Schwimmbrille Arena

Foto >Silke Insel / spomedis

Handhabung

Wie das Original aus Schweden, muss man auch die Brille „Swedix“ selbst zusammenbauen. Für den Nasensteg stehen zwei Varianten zur Auswahl. Einerseits lässt sich ein kurzer Streifen des Brillengummis als flexible und nachjustierbare Lösung einsetzen. Andererseits steht hierfür die klassische Lösung der Schwedenbrillen zur Verfügung, die in einem wasserfesten und nicht flexiblen Faden besteht. Diese Option erfordert zwar etwas mehr Fingerspitzengefühl und Geduld, hat aber den Vorteil, dass der einmal in der Breite individuell eingestellte Nasensteg nicht nachjustiert werden muss. Die beiliegenden „Goggle Instructions“ sind insoweit leider keine große Hilfe. Die Hinweise zur „Einstellung des Nasenteils“ sind offenbar ein Standardtext, der wohl für alle von Arena vertriebenen Schwimmbrillen gelten soll.

Passform

Ist die individuelle Breite des Brillenstegs einmal gefunden, sitzt die Brille wasserdicht. Eine silikonartige Beschichtung des Brillenrandes sorgt für weiteren Tragekomfort. An die breiteren und weicheren Abdichtungen der „Nicht-Schwedenbrillen“ reicht die Beschichtung aber nicht heran. Das Brillengummi lässt sich stufenlos einstellen. Für Triathlon-Wettkämpfe, bei denen man damit rechnen muss, einen Schlag auf die Schwimmbrille zu bekommen, sind diese Modelle jedoch weniger geeignet. Ein etwaiger Schlag wird aufgrund der geringen Auflagefläche der Brillenschalen ungedämpft weitergegeben.

Sicht

Das Anti-Beschlag-System der Brille hielt im Test tatsächlich, was die Bedienungsanleitung verspricht. Danach sind die Innenseiten der Gläser mit einem speziellen Polymer beschichtet, auf dem sich Kondensationstropfen gleichmäßig auf dem Glas verteilen und eine Wasserschicht bilden. Dadurch soll sowohl im nassen, als auch im trockenen Zustand eine klare Sicht gewährleistet sein. Jedenfalls bei dem etwa einstündigen Test-Training beschlug die Brille tatsächlich nicht.

Eine weitere Besonderheit sind die sogenannten „Split Lens“ der Brille. Die Brillengläser weisen einen Knick auf, was für eine verbesserte Sicht nach vorn sorgen soll. Auch dieses konnte im Test bestätigt werden. Die gute Sicht nach vorn erweist sich gerade beim Training in der Gruppe als günstig. Allerdings erschien die Beckenwand beim Test-Schwimmen etwas näher, als sie tatsächlich war. Das führte zu einigen nicht ganz optimalen Wenden, mag aber Gewöhnungssache sein.

Design

Das Design ist sportlich leicht und auf das Wesentliche beschränkt. Im Übrigen ist das Design unauffällig.

Preis/Leistung

Der Preis ist mit einer UVP von 15,95 Euro höher als der Preis der klassischen Schwedenbrillen. Dafür bietet die Brille aber auch Extras wie die geknickten Linsen und das gute Anti-Fog-System, so dass der Preis als angemessen angesehen werden kann.

Gesamteindruck

Der Zusammenbau und die Einstellung der Brille erfordern einen gewissen Aufwand. Ist die Brille aber einmal an den Träger angepasst, ist sie gut geeignet für Schwimmtraining und -wettkämpfe.
Bewertung: 4 Punkte.

Die Bewertung

Rating

  • Handhabung3von5
  • Passform4von5
  • Sicht4von5
  • Design4von5
  • Preis/Leistung4von5
  • Gesamteindruck4von5