Die wasserdichte Tasche von Aquapac hält was sie verspricht.

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Wasserdichte Tasche von Aquapac
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Testcenter | 19. Juli 2013

Hält dicht! Mit dem "Aquapac" bleibt das Handy trocken

Bruno Baumgartner | Ob man nun immer sein Handy dabei haben muss? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Fakt ist, wer sich beruflich oder in seiner Freizeit viel ums oder im Wasser bewegt, kennt das Problem: Elektronik reagiert äusserst empfindlich auf Feuchtigkeit. Ist eine wasserdichte Tasche die Lösung für Freiwasserschwimmer, die nicht von ihrem mobilen Begleiter lassen können?
Gerade beim Freiwasserschwimmen wäre es oft sinnvoll, ein Mobiltelefon bei sich zu haben. Schon allein aus Sicherheitsgründen. Die wasserdichte Handytasche der Firma Aquapac-Aquaman Deutschland GmbH trägt diesem Umstand Rechnung und verspricht Dichtigkeit bis zu einer Wassertiefe von fünf Metern. Dem zu Grunde liegt der sogenannte IP-Code (International Protection Code), der den Schutz von elektrischen Betriebsmitteln gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Flüssigkeiten angibt. Der Aufdruck IPX8 auf der Verpackung sagt unmissverständlich, dass keine Fremdkörper eindringen können und dass die Tasche zum Untertauchen geeignet ist. Dies wurde gemäß Hersteller von einem englischen Institut getestet. Nichts anderes erwarte ich auch, schließlich setze ich bei diesem Test das „Leben“ meines geliebten iPhone 5 aufs Spiel. Und der Apple-Support fragt nicht grundlos fast als erstes, ob denn ein defektes Gerät mit Wasser in Berührung gekommen sei.

Qualität

Das Aquapac wirkt schon auf den ersten Blick hochwertig und bestens verarbeitet. Die Kunststoffteile weisen keine scharfen Kanten auf und passen perfekt aufeinander. Auch die beiden Kunststoffriegel, die entsprechenden Druck auf die Verschlussplatten ausüben, lassen sich satt und ohne Wackeln schließen und wieder öffnen. Ebenso hochwertig kommt die mitgelieferte Trageschlaufe mit Verstellmöglichkeit daher.

Nutzwert für OW-Schwimmer

Wie schon anfangs erwähnt, ist das stetige Mitführen eines Mobiltelefons eine Sache der persönlichen Sichtweise. Was aber, wenn tatsächlich einmal der Ernstfall eintritt und ein Freiwasserschwimmer der Gruppe zum Beispiel einen Schlaganfall erleidet? In einem solchen Fall ist jede Minute entscheidend, in der ein Patient früher gegen die Spätfolgen behandelt werden kann. Bestechend ist vor allem die Tatsache, dass man das Gerät nicht mühsam auspacken muss, sondern gleich durch die Tasche hindurch den rettenden Anruf tätigen kann. Eine Tatsache, die eine Investition von rund 30 Euro sicher nicht zu hoch aussehen lässt.
Wasserdichte Tasche von Aquapac
Die Aquapac-Tasche kann mit einer Kordel am Körper befestigt werden.
©Hersteller

Tragekomfort für Schwimmer

Nach dem Öffnen der Verpackung war mir eines sofort klar. Freiwasserschwimmer sind nicht wirklich die Kernzielgruppe dieses Produktes. Die aufgedruckten Bilder zeigen Kanuten und Outdoor-Sportler aller Art, aber keine Schwimmer. Als einzige Befestigungsmöglichkeit dient die mitgelieferte, etwa 40 Zentimeter lange Nylonkordel. Mit Hilfe eines per Druckknopf verstellbaren Kunststoffstückes lässt sich die Größe der Trageschlaufe beliebig verändern. Die Tasche mitzuführen stellte mich vor kleine, aber nicht unlösbare Schwierigkeiten. Ich entschied mich für knielange Schwimm-Jammers und steckte die Tasche einfach auf Höhe des Oberschenkels unter die Hose. Durch deren engen Sitz war der Halt ideal und trotzdem verspürte ich keine Druckstellen. Etwas schwieriger könnte es dagegen werden, die Tasche unter einem Neoprenanzug mit sich zu führen.

Bedienbarkeit des Gerätes

Die wasserdichte Handytasche kann laut Hersteller aber weit mehr, als nur den bloßen Schutz des Gerätes garantieren. Mitten auf dem See stelle ich die Aussagen des Herstellers auf die Probe. Zu meinem Erstaunen reagiert das iPhone perfekt auf meine Eingaben. Ich schoss gute Bilder von der herrlichen Umgebung und versende diese auch gleich per Messenger. Kaum steige ich vor den Augen verblüffter Strandbesucher mit dem Handy aus dem Wasser, rufe ich auch schon meine Mutter an. Verblüfft stelle ich fest, dass die Verständigung zwar leicht blechern, aber ansonsten einwandfrei ist.

Dichtigkeit

Nach drei Kilometern im Pool und weiteren drei im Freiwasser konnte ich meine geliebte Kommunikationszentrale wieder knochentrocken aus der Tasche befreien. Ich gebe zu, dass ich einigen Angstschweiß vergossen habe. Doch auch mein kurzer Tauchgang zum Grund des Sees, ließ das Aquapac vollkommen unbeeindruckt. Um diese Dichtigkeit zu bewahren, sollte man sich aber die etwas klein geratene Bedienungsanleitung gut zu Gemüte führen und die Tasche entsprechend pflegen.

Fazit

Das Aquapac ist sicher nicht zwangsläufig für Freiwasserschwimmer ausgelegt und das Mitführen der Tasche könnte einige Schwierigkeiten bereiten. Dies ist aber auch fast das einzige Kriterium, bei dem man aus Sicht des Schwimmers einen kleinen Abzug machen muss. Das Produkt hält ansonsten alle Versprechungen voll und ganz. Qualität und Dichtigkeit sind über alle Zweifel erhaben. Geradezu sensationell ist die fast uneingeschränkte Nutzbarkeit des Telefons durch die Schutzhülle hindurch. Natürlich gilt beim Schwimmen aus unserer Sicht: „Handy öfters mal zu Hause lassen!“ Doch wenn der Sicherheitsaspekt eine entscheidende Rolle spielt, dann ist die Tasche von Aquapac eine sehr gute Wahl.

Die Bewertung

  • Verarbeitung: [5/5]
  • Nutzwert: [3/5]
  • Tragekomfort: [3/5]
  • Bedienbarkeit: [5/5]
  • Preis/Leistung: [4/5]

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