Finis Posture Trainer: Hilfe für den Kopf

Ob Wasserdichte MP3-Player, Racing-Suits oder Trainings-Equipment: Finis ist für Innovationen im Schwimmsport bekannt. Mit dem neuen Posture Trainer wollen die Amerikaner Kraulschwimmern dabei helfen, ihre Kopfhaltung zu verbessern. SWIM hat den Plastik-Dorn getestet.

| 27. Januar 2016 | MATERIAL

Posture Trainer | Der Posture Trainer von Finis.

Der Posture Trainer von Finis.

Foto >Finis

Das englische Wort Posture bedeutet Haltung. Und genau darum geht es beim neuen Posture Trainer von Finis. Der lange Dorn aus Kunststoff soll dafür sorgen, dass der Kopf beim Schwimmen stets in einer strömungsgünstigen und vor allem für die Wasserlage positiven Haltung zwischen den Armen verbleibt. Wird der Kopf nach vorn angehoben, drückt sich das Tool im Nackenbereich in die Haut und weist den Schwimmer so auf seinen Fehler hin.

Nutzwert

Die Geschwindigkeit im Schwimmen ist nicht nur von der Kraft abhängig, sondern mindestens genauso wichtig von einer optimalen Wasserlage, welche nicht zuletzt durch die Kopfhaltung beeinflusst wird. Der Posture Trainer soll für diese sorgen, indem er den Schwimmer beim Verlassen der korrekten Kopfposition mit einem Stab am Rücken berührt.

Posture Trainer  | Kleines Tool, große Wirkung: Der Posture Trainer besteht lediglich aus einem Kunststoff-Dorn und einem Brillenband.

Kleines Tool, große Wirkung: Der Posture Trainer besteht lediglich aus einem Kunststoff-Dorn und einem Brillenband.

Foto >Finis

Anwendung

Der Posture Trainer wird wie eine Schwimmbrille mit einem Gummi auf der Kopfmitte befestigt, wobei der Stab im Nackenbereich sitzt. Bei Einnehmen der Schwimmposition wird der Schwimmer am Rücken über Berührungen korrigiert, es erfolgt also ein direktes Feedback. Dieser Punkt spricht zunächst für das Tool. Dennoch empfanden wir den Posture Trainer im Test schon nach kürzester Zeit sehr nervig, gar schmerzhaft im Nackenbereich. Dass dieses Empfinden nur an der falschen Kopfposition liegt, konnte von außenstehenden Trainern nicht bestätigt werden.

Vielmehr muss hier auch auf den optimalen Sitz am Kopf (Kopfhöhe) geachtet werden, nur dann ist auch die Rückmeldung an den Sportler sinnvoll. Dafür empfiehlt es sich, die Position schon an Land korrekt festzulegen. Das gestaltet sich jedoch vor allem für unerfahrene Schwimmer als schwierig, Zentimeter können hier entscheidend sein.

Sitz

Der Sitz des Posture Trainers ist sehr gut, wie bei einer Schwimmbrille kann das Band je nach Kopfgröße angepasst werden. Darüber hinaus kann der "Haltungstrainer" auch über eine Klammer direkt an der Schwimmbrille befestigt werden. Bei Wenden und Abstößen sitzt der Posture Trainer rutschfest, er kann natürlich auch in Kombination mit einer separaten Schwimmbrille getragen werden.

Qualität

Beim Material gibt es keine Kritikpunkte, sowohl der Gummi als auch der Dorn sind auf eine lange Lebensdauer ausgelegt.

Posture Trainer  | Die Idee ist toll. Trotzdem kann das Tool im Test nicht restlos überzeugen.

Die Idee ist toll. Trotzdem kann das Tool im Test nicht restlos überzeugen.

Foto >Finis

Preis/Leistung

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 19,99 US-Dollar (ca. 18,30 Euro), was für unseren Geschmack für wenig Kunststoff sehr viel Geld ist. Die Idee des Posture Trainers ist gut, in der Umsetzung gibt es jedoch zu viele Mängel, weshalb wir den Preis nicht für angemessen halten.

Gesamteindruck

Trotz der tollen Idee, die hinter dem Posture Trainer steckt, konnte uns das Tool insgesamt nicht nachhaltig überzeugen. Vor allem in der Anwendung gibt es viele Fehlerquellen, welche die Zielerreichung einer optimalen Kopfposition beeinflussen. Zudem rieb der Stab im Nacken schon nach kürzester Zeit sehr schmerzhaft, optimale Kopfposition hin oder her, so macht das Training keinen Spaß. Dennoch: Wer beim Schwimmen seinen Kopf partout nicht in eine günstige Position bekommen will, könnte vom Posture Trainer profitieren.

Die Bewertung

Rating

  • Nutzwert4von5
  • Anwendung2von5
  • Sitz4von5
  • Qualität5von5
  • Preis2von5
  • Gesamt3von5