In schlichtem Schwarz kommt der adizero gld₂o daher - inklusive des charakteristischen adidas-Schriftzugs.

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Adidas Adizero
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Testcenter | 9. Januar 2013

Mehr Power im Pool? Adidas adizero gld₂o

Katharina Stephan | Unter dem Motto „Mehr Power im Pool“ ging der adizero gld₂o - der Wettkampfanzug von adidas auf den Markt. swim hat sich den schwarzen Anzug genauer angeschaut und getestet.
Das Unternehmen adidas zählt zu den weltweit größten Sportartikelherstellern. Von 2006 bis Ende 2008 war adidas zudem Ausrüster des Deutschen Schwimmverbands. Die Frontfrau des DSV, Britta Steffen, vertraut seit vielen Jahren auf die Produkte des Herzogenauracher Unternehmens und wurde 2008 im adidas-Rennanzug zweifache Olympiasiegerin. Und auch Silke Lippok schwimmt seit einiger Zeit mit den Produkten von adidas.

Passform

Die Passform ist bei Wettkampfanzügen entscheidend für ein gutes Schwimm- und Wassergefühl. Im Test liegt der Adizero gld₂o eng am Körper an, ein zusätzlicher Gummi sorgt für einen gut sitzenden Beinabschluss.
Ungewöhnlich für Wettkampfanzüge ist hingegen der Rundhalsausschnitt, der je nach Körperbau für ein „Dekolleté“ sorgen kann. Was am Abend schön wirkt, ist im Wettkampfbecken jedoch eher negativ zu bewerten, da es den Wasserwiderstand erhöht. Das muss aber nicht bei jedem so sein, deshalb gilt auch hier, wie bei allen anderen Wettkampfmodellen – Anzüge immer vor dem ersten Einsatz testen!

Material

Der Schwimmanzug ist aus 86 Prozent Nylon und 14 Prozent Elastan gefertigt und somit sehr leicht. Die Nähte im Anzug sind verschweißt und bieten damit besten Komfort am Körper. Lediglich die Außennähte sind einfach vernäht. Da man aber im Wettkampf nicht wie im Training ewig lange Einheiten schwimmt, sollten diese auch nicht unter den Armen oder im Schulterbereich reiben. Vorsicht ist lediglich bei Langstreckenschwimmern im Freigewässer geboten, hier könnten die Nähte schnell zu schmerzhaften Reibestellen führen.
Die wasserabweisende Oberfläche verbessert die Gleitfähigkeit und ermöglicht einen geringen Wasserwiderstand. Durch das leichte Material trocknet der Anzug zudem sehr schnell.

Kompression

Die Kompressionswirkung ist vor allem an den Beinen spürbar und bringt somit viel Stabilität, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Auch an den weiteren Körperstellen sitzt der Anzug angenehm eng und unterstützt die Körperhaltung im Wasser.

Design

Das Design ist sehr schlicht gehalten, wie es bei Wettkampfanzügen, ausgenommen die neuesten Modelle von Arena, üblich ist. Der Adizero gld₂o ist komplett schwarz, hat einen geschlossenen Rücken (Racerback) und wie bereits erwähnt einen Rundhalsausschnitt. Dadurch wirkt der Anzug natürlich etwas stylischer, ob dies jedoch beim Wettkampf hilfreich ist, bleibt fraglich.
Schlussendlich sollte ein Wettkampfanzug jedoch nicht vorrangig durch sein Design überzeugen, sondern vor allem durch Passform und Material. Deshalb an dieser Stelle nur einen Stern Abzug für das schlichte Design.

Preis/Leistung

Wie alle namhaften Wettkampfanzüge ist auch der Adizero gld₂o sehr hochpreisig. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 279,95 Euro und ist damit in etwa so teuer wie ähnlich ausgestattet Modelle. Lediglich die neuen, besser ausgestatteten Anzüge anderer Hersteller sind nochmals teurer. Dennoch ein sehr hoher Preis, deshalb zwei Sterne Abzug.

Gesamteindruck

Insgesamt kann der Adizero gld₂o den Ansprüchen eines guten Wettkampfanzugs voll und ganz gerecht werden. Vor allem die enge Passform (erhältlich in Größe 26 bis 38) und der leichte Stoff konnten im Test überzeugen. Die persönliche Passform ist jedoch stark von den Körperproportionen abhängig, weshalb der Anzug auch aufgrund seines tiefen Ausschnitts auf jeden Fall zuvor anprobiert werden sollte.

Die Bewertung

  • Passform: [3/5]
  • Material: [4/5]
  • Kompression: [4/5]
  • Design: [4/5]
  • Preis/Leistung: [3/5]
  • Gesamteindruck: [4/5]

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