Tütentrick & Co.
Der richtige Umgang mit dem Neo
Ein Neoprenanzug gehört zum Open-Water-Schwimmen und Triathlon wie die Badekappe und die Brille. Wir geben Ihnen einige Tipps, worauf Sie im Umgang mit der zweiten Haut achten sollten.
Der Tütentrick
Schon beim Anziehen kommt so mancher ins Schwitzen, wenn sich die widerspenstige Gummihaut nicht einfach überstreifen lässt. Erleichtern Sie sich die Sache, indem Sie vorher eine Cellophan- oder Polyethylen-Tüte über Hände und Füße stülpen. Schon gleiten Sie mühelos in die schwarze Haut.
PASST WIE ANGEGOSSEN
Damit Sie nach dem Anziehen den festgesaugten Neoprenanzug in die richtige Passform bringen, lassen Sie etwas Wasser durch den Kragen in den Brustbereich einlaufen. Steigen Sie anschließend noch einmal aus dem Wasser, um den Anzug besser an Ihren Körper anzuschmiegen.
RUNTER MIT DEM DING
Oft gehen schon in der ersten Wechselzone kostbare Sekunden verloren, wenn sich die „zweite Haut“ wieder einmal nicht wieder abstreifen lässt. Die beste Technik, um sich des Neos zu entledigen: Ziehen Sie zunächst den Anzug bis zu den Hüften herunter, dann mit einem kräftigen Ruck bis zu den Knien und machen Sie anschließend mit jedem Bein einen kräftigen Schritt auf der Stelle. Noch besser rutscht es, wenn Sie die Haut unter den Bündchen des Anzuges – an Händen und Füßen – vor dem Start mit etwas Babyöl einreiben.
DER SCHEUERSTELLENSCHUTZ
Haben Sie sich auch schon immer gefragt, woher manche Leute montags diese seltsamen roten Flecken haben, die aussehen, als hätte sie ein Elch geknutscht? Möglicherweise sind es Scheuerstellen vom Neoprenanzug, der vor allem im Nackenbereich, den Achseln und Oberschenkelinnenseiten reibt. Damit es Ihnen nicht genauso geht, sollten Sie die Problemzonen unter dem Anzug dick mit Babyöl einreiben. Damit schonen Sie zusätzlich Ihren Anzug, denn das Petroleum in der Vaseline schädigt das Neopren. Um auch die Brustwarzen zu schützen, klebt man diese allerdings besser mit etwas Tape oder einem Pflaster ab. Mit etwas Glück hält dieser Scheuerschutz sogar bis über die Finishline.
KEIN ÄRGER MIT DER REISSLEINE
Wohin mit der schier endlos langen Reißleine? Schnell haben Sie durch die raue Schnur vom Reißverschluss Schürfungen am Hals, wenn Sie diese unter dem Klettverschluss am Hals verzurren. Frei hängen lassen ist auch keine optimale Lösung, denn bleibt ein Konkurrent während des heftigen Gewühls im Wasser daran hängen, schwimmt Ihnen Ihr Anzug am Ende noch davon. Also einfach die Schnur zwei- bis dreimal zu einer kleinen Schlaufe umschlagen und unter die Badekappe stecken.
MAßGESCHNEIDERT MUSS NICHT SEIN
Wenn Sie sich einen Neoprenanzug kaufen, dann achten Sie darauf, dass der Anzug an Schultern, Knien und Ellenbogen gut sitzt und dort keine Falten wirft. Sie sollten sich darin wohlfühlen. Der Anzug darf Sie nicht zu sehr einengen, denn Sie haben wenig Freude am Wettkampf, wenn Sie schon vor dem Schwimmen wild nach Luft schnappen müssen.






