Paul Biedermann sicherte sich beim weltcup in Berlin zwei Goldmedaillen und 3.000 US-Dollar Preisgeld.

Silke Insel / spomedis

200 m Freistil Männer
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Pool | 23. Oktober 2011

Weltcup in Berlin Zweites Gold für Biedermann - Steffen auf Platz drei

Miriam Müller | Paul Biedermann schwamm am zweiten Finaltag des Kurzbahn-Weltcups in Berlin über 200 Meter Freistil zum zweiten Sieg. Auch Michael Phelps dominierte erneut die Konkurrenz. Überraschung für Britta Steffen: Sie musste sich über 100 Meter Freistil ihrer Teamkollegin Daniela Schreiber geschlagen geben.
Für Britta Steffen reichte es beim Weltcup in Berlin über 100 Meter Freistil trotz eines starken Endspurts nicht ganz für den Sieg. Die Berlinerin, die mit der sechstschnellsten Vorlaufzeit in das Finale eingezogen war, schaffte bei ihrem ersten Auftritt nach der verkorksten WM in Shanghai aber immerhin den Sprung auf das Siegertreppchen: Platz drei in 52,50 Sekunden.

Schreiber schlägt Steffen

Die Siegerfaust ballte nach dem Finale über 100 Meter Freistil allerdings eine andere: Daniela Schreiber aus Halle. Die 22-Jährige schwamm ein beherztes Rennen, führte bis kurz vor Schluß. Die Kräfte reichten für Platz zwei in 52,37 Sekunden. Damit sicherte sich die Freistil-Spezialistin ihre fünfte Medaille bei den diesjährigen Weltcup-Rennen - und freute sich über die Platzierung vor Doppel-Olympiasiegerin Steffen.
Schnellste in dem hochkarätig besetzten Finale war Melissa Franklin (52,09 Sekunden). Die 16-jährige US-Amerikanerin stellte bereits am Vortag einen neuen Weltrekord über 200 Meter Rücken auf - und gilt als heiße Medaillenkandidatin für die Olympischen Spiele in London.

Biedermann mit neuer Weltjahresbestzeit

"Nach 100 Metern habe ich gemerkt, dass ich das Rennen im Griff habe. Und die Unterstützung der Fans war super."
Paul Biedermann
Paul Biedermann steigerte sich im Laufe seiner Weltcup-Auftritte von Rennen zu Rennen. Auch in Berlin siegte der Weltrekordhalter souverän über 200 Meter Freistil - und verbessrte die von ihm gehaltene Weltjahresbestzeit vor den Augen des begeisterten Publikums auf 1:42,42 Minuten. Für den Hallenser war dies bereits die zweite Goldmedaille beim Weltcup in Berlin: Am Vortag siegte er über die doppelte Distanz.
Platz zwei belegte der Südafrikaner Chad le Clos (1:43,46 Minuten) vor dem drittplatzierten Italiener Filippo Magnini (1:43,74 Minuten).

Edelmetall für Brandt, Diener und Michalak

"Ich wäre gerne noch einen Tick schneller geschwommen. Aber dafür, dass ich nicht ganz gesund bin, bin ich mit der Zeit zufrieden."
Dorothea Brandt
Gleich zweimal Bronze sicherte sich Sprint-Spezialistin Dorothea Brandt. Die Wahl-Berlinerin holte über 50 Meter Brust ihre erste Weltcup-Medaille der Saison: Bronze in 30,18 Sekunden. Mit einem optimaleren Anschlag hätte Brandt in dem Wimpernschlagfinale vielleicht sogar noch weiter oben auf das Siegertreppchen klettern können: Nur sechs Hundertstel trennten sie von der zweitplatzierten Schwedin Jennie Johannson (30,12 Sekunden), und auch die Siegerin Valentina Artemyeva aus Russland (30,04 Sekunden) war nur 14 Hundertstel schneller als die 27-Jährige.
Über 50 Meter Schmetterling gab es dann gleich noch einmal Edelmetall für Dorothea Brandt: Auf ihrer Nebentrecke sicherte sich die Freistil- und Brust-Spezialistin die Bronzemedaille in 26,35 Sekunden.
Ebenfalls Bronze fischten Christian Diener und Theresa Michalak aus dem Becken in der Berliner Europaschwimmhalle. Der 18-Jährige Diener schaffte den Sprung auf das Teppchen über 200 Meter Rücken (1:55,57 Minuten), Michalak nahm für ihren dritten Platz über 100 Meter Lagen (59,44 Sekunden) die Bronzemedaille entgegen.

Steffen Deibler zweimal im Finale

Zufriedenstellend verlief der Tag für Steffen Deibler. Der Kurzbahn-Weltrekordhalter über 50 Meter Schmetterling konnte zwar nicht auf das Siegerpodest steigen, war aber bereits mit seinen zwei Finalteilnahmen zufrieden: Der 24-Jährige schwamm sich aus dem vollen Training heraus auf Platz sechs über 50 Meter Freistil (21,77 Sekunden) und Platz acht über 100 Meter Schmetterling (52,47 Sekunden). Umso beachtlicher, dass der Wahl-Hamburger am Vortag die Silbermedaille über 50 Meter Schmetterling holen konnte (22,89 Sekunden).

Phelps holt Gold Nummer drei und vier

"Ich mache Schritte in die richtige Richtung. Rauszugehen und zufrieden zu sein, fühlt sich gut an. Ich bin froh, dass ich wieder hungrig bin."
Michael Phelps
Gold Nummer drei und vier in Berlin holte an diesem Nachmittag Michael Phelps. Der US-Superstar war über 200 Meter Lagen (1:51,89 Minuten) und 200 Meter Rücken (1:50,34 Minuten) nicht zu schlagen. Seine Finalteilnahme über 100 Meter Schmetterling hatte der 14-malige Olympiasieger abgesagt, um sich auf zwei Rennen konzentrieren zu können. "Dies ist nur der erste Schritt auf dem langen Weg nach London", zeigte sich auch Phelps Trainer Bob Bowman zufrieden mit seinem Schützling - bei dem der Appetit auf weitere Olympia-Medaillen zurückgekehrt ist.

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