Paul Biedermann vor dem Halbfinale über 200 Meter Freistil.

Silke Insel / spomedis

Paul Biedermann vor dem Halbfinale über 200 Meter Freistil.
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Pool | 25. Juli 2011

Dienstagskrimi: 200 Meter Freistil Wer gewinnt den Showdown von Shanghai?

Frank Wechsel | Das Finale über 200 Meter Freistil ist eines der hochklassigsten der Schwimm-WM 2011. Mittendrin: Der Titelverteidiger und Weltrekordhalter Paul Biedermann. Doch wer am Dienstagabend die Goldmedaille aus dem Wettkampfbecken in Shanghai fischen wird, ist auch für ihn offen wie in kaum einem anderen Rennen.
Das Finale hat Olympianiveau - da ist sich Paul Biedermann sicher. Der Hallenser trifft am Dienstagabend auf das Who is who im Freistilschwimmen: Der Franzose Yannick Agnel hat sich als Schnellster für den Endlauf qualifiziert, die Amerikaner haben den Kampf zwischen Ryan Lochte und Michael Phelps längst zum Duell dieser WM hochstilisiert, der Koreaner Tae Hwan Park möchte nach den 400 auch die 200 Meter Freistil gewinnen, der Schweizer Dominik Meichtry hat bereits einmal in diesem Jahr den großen Phelps geschlagen und die Russen Nikita Lobintsev und Danila Izotov lagen ebenfalls weniger als 1,8 Sekunden hinter Agnel zurück.

Biedermann ratlos und gelöst

"Ich weiß so viel wie vor dem Halbfinale", sagt ein gelöster Paul Biedermann nach der zweiten Runde. "Es hat noch keiner gezeigt, was er wirklich drauf hat." So ist sich Biedermann sicher, dass die Amerikaner heute noch gepokert haben: "Lochte hat eine tolle letzte Wende hingelegt, aber man hat gesehen, dass er hintenraus nicht alles gegeben hat. Da kann man noch viel erwarten", so der Titelverteidiger. Auch auf die Frage, ob Phelps im Halbfinale seine Karten noch nicht auf den Tisch gelegt hat, antwortet Biedermann: "Das denke ich schon. Oder vielmehr: Ich hoffe es!"

Phelps will sich mit Sieg zurückmelden

Phelps selbst hält sich bedeckt: "Ich habe mich heute zurückgehalten. Ich habe mir sogar einen doppelten Atemzug vor der letzten Wende gegönnt. Das wird man morgen nicht von mir sehen", sagt der achtfache Olympiasieger von Peking 2008. "Ich will das Rennen gewinnen, auch wenn das Feld gigantisch stark ist. Einige der Konkurrenten sind auf der ersten Hälfte schnell, andere haben einen guten Endspurt. Die Entscheidung wird erst auf den letzten 50 Metern fallen. Das Rennen wird am Ende sehr, sehr eng."
Auch den Koreaner Tae Hwan Park hat Paul Biedermann für die 200 Meter auf seiner Rechnung. "Park hat noch nicht gezuckt - der wird sich auch noch steigern." Für den Titelverteidiger wird es "das härteste Rennen seit einer langen Zeit" - auch wenn er am Ende zugibt: "Ich habe selbst noch nicht alles gezeigt, was ich drauf habe ..."

Den Weltrekord will Biedermann behalten

Bei allen Unklarheiten über den Ausgang des Rennens ist sich Paul Biedermann einer Sache dagegen ganz sicher: Auch wenn die Goldmedaille am Ende des Tages um den Hals eines anderen hängt - den Weltrekord von 1:42,00 Minuten aus dem Jahr 2009 wird er auch weiterhin behalten.

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