Wenn Stars gegen Normalsterbliche schwimmen

Kuriose und spannende Details liefert in Kasan der Mixed-Wettbewerb, der erstmals bei einer Langbahn-WM auf dem Programm steht. Weil es im Vorlauf keine Meldezeiten gab, kam es zu interessanten Konstellationen.

| 5. August 2015 | Aktuell

WM Kasan 2015 - Vorlauf 4 x 100 m Lagen - 07 | WM Kasan 2015 - Vorlauf 4 x 100 m Lagen - 07

Foto > Frank Wechsel / spomedis

Wie es sich als besserer Durchschnittsschwimmer anfühlen muss, gegen die Großen der Zunft anzutreten, dürfte zum Beispiel Arianna Sanna am eigenen Leib gespürt haben. Für ihr Staffelteam aus der Dominikanischen Republik ging die 17-Jährige als erste ins Wasser und traf auf der Rückenstrecke auf US-Schwimmer Ryan Murphy, seines Zeichens Staffel-Weltmeister auf der Kurzbahn.

In 1:10,71 Minuten erzielte Sanna eine für viele Hobbyschwimmerinnen ganz passable Zeit. Dennoch hatte sie noch mehr als eine halbe Bahn vor sich, als Murphy sein Rennen in 52,18 Sekunden schon beendete. Nach 400 Metern lagen die Amerikaner rund eineinhalb Bahnen vor dem Karibik-Team.

Dass die USA überhaupt auf ein Schwimm-Entwicklungsland treffen, liegt daran, dass der noch junge Mixed-Wettbewerb nur äußerst selten geschwommen wird und es für die WM keine Qualifikationszeiten gab. So entstand die bunt gemischte Vorlauf-Startliste, die Deutschland in einem Rennen mit der Mongolei und Russland mit Papua Neuguinea aufwies.

Weltrekord | Weltrekord

Zwei Weltrekorde bekamen die Zuschauer in den Staffel-Vorläufen zu sehen.

Foto > Frank Wechsel / spomedis

Am schnellsten waren am Morgen die US-Schwimmer unterwegs. In 3:42,33 Minuten schwamm das Quartett einen neuen Weltrekord. Dieser hatte vor der WM bei 3:46,52 Minuten (Australien) gelegen und war zuvor auch von den Russen verbessert worden. Die deutschen Schwimmer belegten Platz drei.