Weltrekord zu langsam für Europarekord

Kuriose Situation bei der Kurzbahn-WM in Doha: Die Topathleten schwimmen Weltrekorde am Fließband, doch einige der Zeiten sind zu langsam, um auch als Europarekorde in die Geschichtsbücher einzugehen.

| 7. Dezember 2014 | AKTUELL

WM in Doha - Tag 1 - 28 | Impression vom ersten Tag der Kurzbahn-WM in Doha.

Impression vom ersten Tag der Kurzbahn-WM in Doha.

Foto >Peter Jacob / spomedis

Normalerweise ist die Sache klar: Schwimmt ein Europäer Weltrekord, wird seine Zeit automatisch auch als Europarekord gewertet. Anders bei der WM in Doha. Weil über einige Staffelrennen erst seit Kurzem globale Rekordlisten geführt werden, liegen die Europarekorde zum Teil über den Weltrekorden. Sogar ein deutscher Staffelrekord ist schneller als die aktuelle Weltbestmarke.

Vergleich WR / ER

StreckeWeltrekordEuroparekord

4 x 50m Freistil Frauen

Niederlande 1:35,74 min

Niederlande 1:33,25 min

4 x 50m Lagen Frauen

Dänemark 1:44.04 min

Niederlande 1:42.69 min

4 x 50m Freistil Männer

Russland 1:22,60 min

Frankreich 1:20,77 min

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Weltrekord, hieß es in den heutigen Vorläufen beispielsweise für die Niederländerinnen über 4 x 50 Meter Freistil. In 1:35,74 Minuten waren Esmee Ermeulen, Ranomi Kromowidjojo, Maud van der Meer und Inge Dekker über eine Sekunde als die bisherige Bestmarke eines dänischen Quartetts. Jedoch schwammen vier Niederländerinnen schon einmal schneller. Seit fast fünf Jahren liegt der offizielle Europarekord bei 1:33,25 Minuten und sogar der deutsche Rekord ist mit 1:36,73 Minuten einen Tick schneller.

Über insgesamt drei Strecken ist der aktuelle Europarekord schneller als der Weltrekord (siehe Tabelle oben).