Therese Alshammar siegt in Monaco

Für die Teilnahme an ihren sechsten Olympischen Spielen hat es nicht gereicht, dennoch beweist Therese Alshammar, dass sie auch mit 38 Jahren immer noch Weltspitze ist.

| 6. Juni 2016 | AKTUELL

Therese Alshammar (Schweden) | Therese Alshammar (Schweden) freut sich über den vierten Weltcup-Gesamtsieg ihrer Karriere.

Therese Alshammar (Schweden) freut sich über den vierten Weltcup-Gesamtsieg ihrer Karriere.

Foto >Silke Insel / spomedis

Wer in den letzten 20 Jahren irgendwie mit Schwimmsport zu tun gehabt hat, kam an dieser Frau nicht vorbei: Therese Alshammar. Bereits 1994 schwamm die Schwedin ihre ersten Weltmeisterschaften und erreichte das Halbfinale über 100 Meter Rücken. Später folgten drei Olympiamedaillen in Sydney (Silber über 50 und 100 m Freistil, Bronze mit der Staffel) und zwölf WM-Titel. Genau 69-mal soll die Sprinterin Medienberichten zufolge bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften auf dem Podest gestanden haben, 37-mal davon auf Platz eins. Ihr Kurzbahnweltrekord über 50 Meter Schmetterling steht seit sieben Jahren bei 24,38 Sekunden.

Inzwischen ist Alshammar 38 Jahre alt und seit 2013 Mutter eines Sohnes. Ein Grund zum Aufhören war das für sie nicht. Zwar verpasste Alshammar bei den schwedischen Olympiatrials Anfang April die Teilnahme an ihren sechsten Spielen nach Atlanta 1996, Sydney 2000, Athen 2004, Peking 2008 und London 2012. Für das ein oder andere Topresultat ist die 1,80 große Schwimmerin, die um die Jahrtausendwende ein erfolgreiches Gespann mit Sandra Völker, Mark Foster und Trainer Dirk Lange in Hamburg bildete, aber immer noch gut. Bei den Europameisterschaften schwamm sie letzten Monat über 50 Meter Schmetterling und 50 Meter Freistil ins Finale und belegte die Plätze fünf acht.

Sieg in Monaco

Am Wochenende triumphierte Alshammar bei der stark besetzten Mare Nostrum Tour in Monaco im Delfinsprint. Bei dem im Turniermodus ausgetragenen Wettbewerb schwamm sie im Vorlauf, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale jeweils die schnellste Zeit (Topzeit: 26,09 Sekunden) und ließ dabei selbst über 20 Jahre jüngere Rivalinnen alt aussehen. Über 50 Meter Freistil wäre es fast zum Finalduell mit der 32-jährigen Dorothea Brandt gekommen. Jedoch war im Halbfinale Schluss für Alshammar, Brandt gewann das Finale.

Warum sie mit dem Schwimmen nicht aufhören will? In einem Interview mit Die Welt sagte Alshammer dazu im Dezember, dass ihr das Training noch nie so viel Spaß gemacht habe wie jetzt. Außerdem: "Ich glaube wirklich, dass ich mich noch verbessern und schneller schwimmen kann als zuvor."