Europameisterin über 100 Meter Lagen: Theresa Michalak vom SV Halle.

Frank Wechsel / spomedis

Theresa Michalak (SV Halle)
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Pool | 10. Dezember 2011

DSV-Staffel mit Wechselfehler Theresa Michalak wird Europameisterin über 100 Meter Lagen

Frank Wechsel | Theresa Michalak hat bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Stettin (Polen) ihren ersten internationalen Titel gefeiert: Über 100 Meter Lagen schlug sie in 59,05 Sekunden als Erste an und unterbot den deutschen Rekord von Britta Steffen damit um fünf Hunderstel.
Die 19-jährige Hallenserin stellte bei ihrem Sieg in der Floating Arena von Stetting einen deutschen Rekord auf, der seit dem November 2009 von Britta Steffen gehalten wurde: 59,05 Sekunden ist die Zeit, die die Ära der Wunderanzüge auf dieser nur auf der Kurzbahn möglichen Distanz in die Geschichtsbücher des Schwimmsports verweist. Zweite wurde die Ungarin Zsuzsanna Jakabos in 59,72 Sekunden, alle weiteren Schwimmerinnen schlugen jenseits der Minutengrenze an.

Lagenstaffel nach Wechselfehler disqualifiziert

Dorothea Brandt (SG Neukölln)
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Aufholjagd ohne Happy End: Dorothea Brandt (SG Neukölln).
Auf Medaillenkurs war auch die DSV-Staffel über 4 x 50 Meter Lagen der Damen. Jenny Mensing schlug nach der Rückenstrecke in 27,95 Sekunden zwar nur als Achte an, doch Dorothea Brandt, die im Einzelrennen über 50 Meter Brust am Donnerstag die Silbermedaille gewonnen hatte, holte mächtig auf und brachte das Team zur Halbzeit auf Platz drei. Nachwuchsschwimmerin Doris Eichhorn konnte diesen Platz überraschend halten - doch die Freude war verfrüht. Britta Steffen schwamm zwar den dritten Platz nach Hause, doch nach dem Rennen wurde das DSV-Team wegen eines Fehlstarts von Eichhorn ebenso wie die Norwegerinnen disqualifiziert. Gold ging an das Team aus Dänemark vor Russland und den aufgerückten Polen.

Kuriose Entscheidung über 1.500 Meter Freistil

Stück für Stück kann sich Christian Kubusch absetzen.
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Unter 15 Minuten: Christian Kubusch (SC Magdeburg).
Mit einer Überraschung endete die Entscheidung über 1.500 Meter Freistil: Im Lauf der schnellsten zehn gemeldeten Schwimmer schlug der Däne Mads Glaesner nach 14:29,88 Minuten als Erster an - Europameister wurde jedoch ein anderer. Bereits am Morgen hatte der Pole Mateusz Sawrymowics im langsamer gemeldeten Zeitlauf eine Zeit von 14:29,81 Minuten vorgelegt und konnte am Abend kampflos von der Tribüne aus seinen Sieg bejubeln. Christian Kubusch aus Magdeburg wurde in 14:56,57 Minuten 13.

Lippok Siebte über 400 Meter Freistil

Silke Lippok (SSG Pforzheim)
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Siebte über 400 Meter Freistil: Silke Lippok (SSG Pforzheim).
Zwei weitere Deutsche standen am dritten und vorletzten Wettkampftag von Stettin in den Finalentscheidungen: Silke Lippok wurde über 400 Meter Freistil in 4,05,69 Minuten Siebte. Europameisterin wurde die Spanierin Mireia Belmonte Garcia, die sich in 3:59,39 Minuten vor den dänischen Favoritin Lotte Friis durchsetzte. Die italienische Schwimm-Diva Federica Pellegrini wurde Vierte. Im Finale über 50 Meter Brust, das Pellegrinis Landsmann Fabio Scozzoli in 26,25 Minuten gewann, schlug der Deutsche Meister Erik Steinhagen in 26,94 Sekunden als Zehnter an.

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