Serie: Unsere Olympioniken Theresa Michalak: "Trainer, ich kann auch 200 Kraul"
„Und? Biste schon aufgeregt?“ Theresa Michalak weiß nicht mehr, wie oft sie diese Frage in den vergangenen Tagen und Wochen gehört hat. Ihre Antwort war jedoch immer dieselbe: „Eigentlich bin ich noch ganz entspannt.“ Dabei hätte die 20-jährige Gymnasiastin allen Grund, aufgeregt zu sein, schließlich startet sie in Kürze bei ihren ersten Olympischen Spielen.
Umweg über Debrecen
Michalak ist eine derjenigen, die auf dem Weg nach London in der ungarischen Puszta Halt machen mussten, um sich bei der EM in Debrecen für einen Einzelstart im Londoner Aquatics Centre zu qualifizieren. Bei der DM in Berlin war sie zuvor zwölf Hundertstel an der Norm von 2:12,37 Minute vorbeigeschrappt. Das Erstaunliche daran: Für die Hallenserin war dies eigentlich eine gute Nachricht.
„Die Wochen davor habe ich immer nur eine 2:14 oder eine 13 gehabt. Da wussten wir schon, oh, oh, eine 12 wird härter, als wir gedacht haben. Und dann war ich bei den Deutschen eigentlich mega-froh, dass wir die 12 überhaupt geschafft haben.“ In dem Moment habe sie gewusst, dass sie die Norm der EM schaffen würde.
„Die Wochen davor habe ich immer nur eine 2:14 oder eine 13 gehabt. Da wussten wir schon, oh, oh, eine 12 wird härter, als wir gedacht haben. Und dann war ich bei den Deutschen eigentlich mega-froh, dass wir die 12 überhaupt geschafft haben.“ In dem Moment habe sie gewusst, dass sie die Norm der EM schaffen würde.
Ein Platz in der Staffel
„Ich wusste, wenn ich Vierte werde, dann könnte ich gesetzt sein für die Staffel."
Dabei war es gar nicht klar, ob sie ihr Glück überhaupt über die 200 Meter Freistil versuchen würde. „Mir hat das irgendwie keiner zugetraut“, erinnert sich Michalak. „Wir hatten zwei Wochen vorher einen Wettkampf in Berlin und da habe ich zum Herrn Embacher gesagt: Ich will die 200 Kraul schwimmen, ich weiß, dass ich die unter zwei Minuten schwimmen kann.“ Frank Embachers Antwort sei so schlicht wie anstachelnd ausgefallen: „Ja, klar, Kleene, dat schaffste doch nie“, habe er gesagt – und sich dann glücklicherweise doch eines Besseren belehren lassen.
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