Sun Yang holt Titel über 400, 800 und 1.500 Meter Freistil

Der Chinese Sun Yang hat seinen dritten Titel bei der Schwimm-WM in Barcelona gewonnen. Der 22-Jährige triumphierte am Schlusstag über 1.500 Meter Freistil. Julia Efimova schnappte derweil Ruta Meilutyte das zweite Gold vor der Nase weg.

| 4. August 2013 | AKTUELL

Sun Yang | Sun Yang (China) 1500 Meter Freistil der Maenner Finale

Sun Yang (China) 1500 Meter Freistil der Maenner Finale

Foto >Daniel Kopatsch

Ob er innerlich gelächelt hat? 1.400 von 1.500 Metern schaute sich Sun Yang das Treiben von Ryan Cochrane auf der Nachbarbahn an. Mit langen Zügen schwamm der Chinese neben dem Kanadier her, fiel sogar zwischenzeitlich eine halbe Länge zurück. Dann, zwei Bahnen vor dem Ziel, machte der 22-Jährige ernst. Nur 54 Sekunden benötigte er für die letzten 100 Meter und ließ dem wie verzweifelt kämpfenden Cochrane keine Chance.

In 14:41,15 Minuten holte sich Yang, der bereits über 400 und 800 Meter triumphierte, seinen dritten WM-Titel in Barcelona. Cochrane blieb in 14:42,48 Minuten wie bei Olympia und der letzten WM in Shanghai der Silberrang hinter dem unschlagbar scheinenden Yang. Dritter wurde der Italiener Gregorio Paltrinieri (14:45,37 Minuten).

Julia Efimova macht's erneut

Julia Efimova scheint die Frau für die entrscheidenden Rennen zu sein. Über 50 Meter Brust gewann die Russin in 29,52 Sekunden Gold vor der favorisierten Ruta Meilutyte (29,59 Sekunden). Die 16 Jahre alte Litauerin konnte ihre Weltrekordleistung aus dem Halbfinale nicht wiederholen. Bronze sicherte sich Jessica Hardy aus den USA in 29,80 Sekunden. Efimova hatte auch über 200 Meter Brust über die amtierende Weltrekordlerin Rikke Möller Pedersen triumphiert.

Yuliya Efimova | Julia Efimova ist Weltmeisterin über 50 Meter Brust.

Julia Efimova ist Weltmeisterin über 50 Meter Brust.

Foto >Daniel Kopatsch

Nachfolger von Ryan Lochte als Weltmeister über 400 Meter Lagen ist überraschend der Japaner Daiya Seto. In 4:08,69 Minuten verwies der 19-Jährige den gleichaltrigen US-Amerikaner Chase Kalisz (4:09,22 Minuten) auf den Silberrang. Dritter wurde der Olympia-Dritte Thiago Pereira aus Brasilien in 4:09,48 Minuten. Lochte hatte angekündigt, in dieser Saison auf die äußerst trainingsintensive Strecke verzichten zu wollen.

Start-Ziel-Sieg von Hosszu

Mit einem Start-Ziel-Sieg gewann Katinka Hosszu aus Ungarn nach den 200 auch die 400 Meter Lagen. Die 24-Jährige, die das Olympiafinale über diese Strecke knapp verpasst hatte, lag bereits nach der ersten Bahn in Front und kratzte bis zur 350-Meter-Marke gar am Weltrekord von Ye Shiwen. Am Ende siegte sie in 4:30,41 Minuten vor Mireia Garcia Belmonte aus Spanien (4:31,21 Minuten) und der US-Amerikanerin Elizabeth Beisel (4:31,69 Minuten). Olympiasiegerin Ye Shiwen schwamm wie über 200 Meter Lagen nur hinterher und wurde abgeschlagen Siebte.

Katinka Hosszu | Mireia Belmonte Garcia konnte auch im letzten Einzel kein Gold für Spanien holen. Katinka Hosszu (links) war schneller.

Mireia Belmonte Garcia konnte auch im letzten Einzel kein Gold für Spanien holen. Katinka Hosszu (links) war schneller.

Foto >Daniel Kopatsch

Den Sprint über 50 Meter Rücken entschied der Franzose Camille Lacourt in 24,42 Sekunden für sich. Den zweiten Platz teilten sich Lacourts Landsmann Jeremy Stravius und der US-Amerikaner Matt Grevers in 24,54 Sekunden.