Steffen Deibler ballt die Faust: Deutscher Rekord über 100 Meter Schmetterling.

Michael Rauschendorfer

Steffen Deibler jubelt über DM-Sieg und DR  über 100 M S.
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Pool | 28. April 2013

Schneller als Phelps Steffen Deibler siegt in deutscher Rekordzeit

Peter Jacob | Sprinter Steffen Deibler ist der große Abräumer der 125. Deutschen Meisterschaften. Zum Abschluss gewann der Hamburger aber nicht nur seine DM-Titel Nummer drei und vier. Seine 51,19 Sekunden über 100 Meter Schmetterling sind deutscher Rekord und hätten in London zum Olympiasieg gereicht.
„Das war sensationell. Ich bin vorne sehr gut ins Rennen gekommen. Mal schauen, was jetzt bei der WM noch so geht“, sagte Deibler, der vor Philip Heintz (52,29 Sekunden) und Marius Kusch (53,76 Sekunden) gewann. Michael Phelps war im vergangenen Jahr im Aquatics Centre in 51,21 Sekunden zu Gold geschwommen. "Die Ausgangssituation in Barcelona ist eine andere. Ich musste hier im Vorlauf nicht so schnell schwimmen", so Deibler.
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„Jetzt muss ich abwägen, welche Strecken ich bei der WM schwimme."
Mit seiner Leistung setzte sich der Student an die Spitze der Weltjahresbestenliste. Zum Vergleich: Südafrikas Olympia-Held und Silbermedaillengewinner über diese Strecke Chad le Clos hat in diesem Jahr 51,79 Sekunden zu Buche stehen.

Deibler: Fokus auf Schmetterling

Zum DM-Abschluss holte Deibler bei seinem vierten Start auch den vierten Meistertitel. In starken 22,16 Sekunden distanzierte der 25-Jährige das 50-Meter-Freistil-Feld deutlich und schlug vor Tim-Thorben Suck (22,62 Sekunden) und Christoph Fildebrandt (22,66 Sekunden) an. „Jetzt muss ich abwägen, welche Strecken ich bei der WM schwimme. Alle werden nicht gehen“, kündigte der Topsprinter an, der seinen Fokus auf den Schmetterlingstrecken setzen will.
Kurz zuvor hatte Dorothea Brandt das Duell gegen Daniela Schreiber über die gleiche Strecke in 24,51 Sekunden für sich entschieden. „Ich bin überglücklich. Die Tendenz stimmt. Ich arbeite mich immer weiter nach vorne und werde schneller“, sagte die dreifache Titelträgerin Brandt, die persönliche Bestzeit schwamm. Schreiber qualifizierte sich in 25,24 Sekunden ebenfalls für die WM. Dritte wurde Helen Scholtissek in 25,63 Sekunden.

Vom Lehn siegt in 2:08 Minuten

Für ein weiteres Highlight sorgte Christian vom Lehn bei seinem DM-Triumph über 200 Meter Brust. 2:08,81 Minuten reichten für Platz zwei der aktuellen Weltjahresbestenliste, nur der Russe Vyacheslav Sinkevich war bisher zwei Zehntel schneller. Mit sieben Sekunden Rückstand holte Maximilian Kraus Silber vor Eric Wald (2:15,92 Minuten). Der im Vorlauf disqualifizierte Titelverteidiger Marco Koch schwamm in einem offiziell als Rekordversuch angemeldetem Rennen gegen die Uhr 2:10,89 Minuten. 
Die Qual der Wahl in Sachen WM hat Bundestrainer Henning Lambertz bei den 200 Meter Freistil der Männer. Angeführt von Clemens Rapp unterbot in Abwesenheit von Weltrekordler Paul Biedermann ein Quartett die geforderte WM-Norm von 1:48,42 Minuten. Rapp siegte durch eine starke Schlussbahn in 1:47,13 Minuten vor Dimitri Colupaev (1:47,54 Minuten), der das Rennen zuvor diktiert hatte. Dritter wurde Tim Wallburger (1:47,70 Minuten). Für die Staffel kommt auch noch der viertplatzierte Yannick Lebherz infrage (1:48,21 Minuten).

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