Mit der Aussage, bei seinem Olympiasieg unerlaubte Delfin-Kicks ausgeführt zu haben, sorgte Südafrikas Cameron van der Burgh in London für Diskussionsstoff.

Frank Wechsel / spomedis

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Pool | 17. Mai 2013

"Revolution"? Schwimmtrainer starten Umfrage zu möglichen Regeländerungen

Peter Jacob | Im Juli entscheidet die FINA über möglicherweise einschneidende Regeländerungen im Schwimmsport. Während die Einführung von Mixed-Staffeln bei Weltmeisterschaften fast einstimmig begrüßt wird, scheiden sich bei zwei anderen Anträgen die Geister.
Gemeint sind Anträge zum Brustschwimmen sowie für den Rückenstart, über die swim.de berichtete. Die Deutschen Schwimmtrainer Vereinigung (DSTV) spricht von "revolutionären Regeländerungen".
Beim Brustschwimmen könnte die Tauchphase nach dem Start freigegeben werden. Die Schwimmer dürften dann die ersten 15 Meter mit den schnelleren Delfin-Beinschlägen überbrücken. Die deutschen Top-Brustschwimmer sprachen sich gegenüber swim.de gegen die Einführung einer solchen Regelung aus. "Der Tauchzug gehört für mich zum Brustschwimmen", sagte Hendrik Feldwehr Anfang April im Interview. Christian vom Lehn sprach sich kürzlich für den Videobeweis aus, um die derzeit gültige Bestimmung besser kontrollieren zu können. Zur Diskussion steht außerdem ein mobiler Rückenstartblock. Eine Prototyp wurde gerade bei den Deutschen Meisterschaften getestet.
Die FINA hat zwar ihre Zustimmung zu den Anträgen signalisiert, entschieden ist aber noch nichts. In der entscheidenden Abstimmung während der WM in Barcelona (19. Juli bis 4. August) haben die nationalen Verbände unabhängig ihrer Größe jeweils zwei Stimmen.
Um sich ein Meinungsbild in der deutschen Schwimmlandschaft zu verschaffen, hat die DSTV eine Online-Umfrage gestartet. Die Ergebnisse sollen ausgewertet werden und den Delegierten des Deutschen Schwimmverbands als Entscheidungshilfen dienen. Die Umfrage läuft bis zum 7. Juni.

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