Wer nicht live vor Ort sein kann, konsumiert Sport am liebsten im TV und übers Internet.

Frank Wechsel / spomedis

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Pool | 30. November 2012

Passivsport Schwimmen im Web liegt voll im Trend

Peter Jacob | Schwimm-DM im Livetiming, Weltcup-Rennen per Internet-Stream: Weil die TV-Präsenz von Sportarten wie Schwimmen im Vergleich zu Fußball oder Tennis gering ist, weichen Veranstalter verstärkt auf das Netz aus. Dass sie damit voll im Trend der Bedürfnisse von Sportkonsumenten liegen, zeigt eine aktuelle, repräsentative Analyse der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS).
Am häufigsten wird Sport nach wie vor im Fernsehen konsumiert. Doch dahinter hat sich, noch vor Printmedien und Radio, das Internet in der Rangliste der wichtigsten Sportinformationsmedien etabliert. "Es ergibt sich insgesamt das Bild einer Übergangsphase der Sportkommunikation, in der die klassischen Medien noch Gewicht haben, gleichzeitig jedoch deutliche Anzeichen eines digitalen Wandels erkennbar sind", erläutert Dr. Mark Ludwig, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Kommunikations- und Medienforschung der DSHS.
Etwa 44 Prozent der Sportinteressierten nutzen das World Wide Web inzwischen als Quelle für Neuigkeiten und Ergebnisse aus dem Bereich des Sports. Zudem hat das Internet in den vergangenen Jahren auch die Art und Weise, wie wir Sport medial konsumieren, verändert. "Viele nutzen mittlerweile parallel mehrere Medien, surfen zum Beispiel im Internet, während sie gleichzeitig ein Fußballspiel im Fernsehen verfolgen", erläutert Ludwig.
Insgesamt zeigt sich, dass das Interesse an medialen Sportangeboten ungebrochen groß ist. 64 Prozent der Deutschen sind an Sportberichterstattung interessiert, bei Olympischen Spielen oder großen Fußball-Turnieren sind es 79 Prozent. Das von der DSHS beauftragte Marktforschungsunternehmen GfK ENIGMA hatte für die bundesweit repräsentative Untersuchung im September 902 Personen im Alter von 14 bis 69 Jahren telefonisch befragt.

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