Sarah Köhler knabbert am DDR-Uraltrekord

Fällt bei der WM in Doha ein Rekord aus DDR-Zeiten? Die Frankfurterin Sarah Köhler nähert sich Stück für Stück der 27 Jahre alten deutschen Bestmarke über 400 Meter Freistil von Astrid Strauß.

| 20. November 2014 | AKTUELL

Sarah Köhler

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Einen Tag nach ihrem Erfolg über 1.500 Meter Freistil schwamm Köhler bei der DM Kurzbahn in 4:02,97 Minuten persönliche Bestzeit und siegte vor Leonie Antonia Beck. Die Würzburgerin zeigte in 4:03,63 Minuten ebenfalls ein starkes Rennen. Bronze sicherte Marlene Hüther aus dem Saarland in 4:07,58 Minuten.

"Das war eine Superzeit. Mal sehen was in zwei Wochen bei der WM in Doha noch möglich ist", sagte Köhler. Die 20-Jährige der SG Frankfurt blieb erstmals weniger als eine Sekunde über dem deutschen Rekord von Astrid Strauß. Die Berliner Weltmeisterin von 1986 und Olympiazweite von Seoul (jeweils über 800 Meter Freistil) war 1987 in Bonn 4:02,05 Minuten geschwommen. Es ist eine von sechs deutschen Bestmarken, die noch von DDR-Schwimmerinnen aufgestellt wurden. Strauß'  Rekord über 800 Meter knackte Köhler m vergangenen Jahr.

Dietterle 100-Meter-Siegerin

Nach dem Sprint über 100 Meter Freistil freute sich die Berlinerin Anna Dietterle über ein "optimales Rennen". Nach der Disqualifikation von Titel-Favoritin Daniela Schreiber im Vorlaufhatte die 17-Jährige freie Bahn und gewann in 54,02 Sekunden vor Alexandra Wenk aus München (54,35 Sekunden) und Annika Bruhn von der SSG Saar Max Ritter (54,43 Sekunden). Sie wollte schnell angehen und schauen was dann passiert, sagte die Siegerin. "Diese Rechnung ist voll aufgegangen."

Anna Dietterle | Anna Dietterle nach ihrem Erfolg über 100 Meter Freistil.

Anna Dietterle nach ihrem Erfolg über 100 Meter Freistil.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Michalaks zweites Gold

Alexandra Wenk sicherte sich in 26,55 Sekunden den Titel über 50 Meter Schmetterling, Jenny Mensing entschied in 2:04,67 Minuten das Rennen über 200 Meter Rücken für sich. Über 100 Meter Brust feierte Theresa Michalak in 1:06,27 Minuten bereits ihren zweiten Triumph in Wuppertal. Wie bei ihrem Sieg über 400 Meter Lagen knackte sie dabei die WM-Norm, erteilte einem Start in Doha aber umgehend eine erneute Absage.