Rücken- und Delfinsprinter ohne WM-Norm

Die meisten Sprintentscheidungen bei den Weltmeisterschaften Ende Juli in Shanghai finden ohne deutsche Beteiligung statt. Nur über 50-Meter-Brust kann der DSV bisher Schwimmer nominieren.

| 3. Juni 2011 | AKTUELL

Helge Meeuw (SC Magdeburg) | Helge Meeuw (SC Magdeburg)

Helge Meeuw (SC Magdeburg)

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Hendrik Feldwehr knackte mit seinen 27,47 Sekunden die WM-Norm bereits im Vorlauf, im Finale blieb er bei seiner erfolgreichen Titelverteidigung mit 27,74 Sekunden deutlich darüber. Auch bei den Frauen ist Deutschland auf 50 Meter Brust bei der WM vertreten: Um 15 Hundertstel blieb Dorothea Brandt unter der Marke.

Steffen Deibler: Weltklasse ohne Weltmeisterschaft

Deutschlands Rücken- und Delfinsprinter konnten die harten Normen, die sich bei den nichtolympischen Strecken nach dem sechsten Platz der Weltrangliste seit dem letzten Mai richten, nicht unterbieten - besonders hart trifft das den Hamburger Steffen Deibler, der sich über 50 Meter Delfin den Titel holte: Mit seiner Zeit von 23,47 Sekunden ist er in diesem Jahr der Sechstschnellste der Welt - aber eben nur in diesem Jahr.

Auch bei den Frauen blieb Siegerin Sina Sutter in 26,81 Sekunden deutlich über der Norm von 25,99 Sekunden, ebenso wie Jenny Mensing, die auf der Rückenstrecke in 28,88 Sekunden (WM-Norm: 28,01 Sekunden) den Meistertitel holte. Hoffnung machen darf sich dagegen Männersieger Helge Meeuw, der in 25,14 Sekunden die Norm von 24,90 Sekunden zwar klar verpasste, aber über 100 Meter qualifiziert ist und eventuell auch auf der Sprintstrecke an den Start geschickt werden könnte.

Britta Steffen erst am Sonntag

Die letzte Sprintentscheidung über 50 Meter Freistil der Frauen findet am Sonntagnachmittag statt, wo Weltmeisterin Britta Steffen ihren Weg zur Titelverteidigung antreten will.