Rekord in Reichweite: Folgt heute die nächste Deibler-Show?

Sprinter Steffen Deibler sorgt bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin weiter für die Topleistungen. Der Hamburger sprintete über 100 Meter Freistil bereits am frühen Morgen in 48,85 Sekunden eine Spitzenzeit.

| 27. April 2013 | AKTUELL

Steffen Deibler | Steffen Deibler (r) schwimmt den Vorlauf 100F bei DM Berlin 2013

Steffen Deibler (r) schwimmt den Vorlauf 100F bei DM Berlin 2013

Foto >Michael Rauschendorfer

Nachdem Deibler am Vortag den deutschen Rekord über 50 Meter Schmetterling nur knapp verpasste, greift der 25-Jährige am heutigen Nachmittag die Rekordmarke von Marco Di Cali an. In seiner jetzigen Verfassung scheinen die 48,24 Sekunden des Frankfurters Di Carli für Deibler durchaus machbar. "48,85 Sekunden. Endlich wieder anständige 100m Freistil", verkündete Deibler seine Zufriedenheit via Facebook.

Im Finale (ab 14.45 Uhr) geht es für Deiblers Konkurrenten wohl nur noch um einen möglichen WM-Staffelplatz über  4 x 100 Meter. Neben Markus Deibler (49,98 Sekunden), Dimitri Colupaev (50,00 Sekunden), Marco Di Carli (50,08 Sekunden) und Titelverteidiger Christoph Fildebrandt (50,50 Sekunden) machte allen voran Kevin Leithold (49,89 Sekunden) den stärksten Eindruck.

Knappe Sache über 100 Meter Brust

Spannend machte es Brustsprinter Hendrik Feldwehr. Der Essener blieb über 100 Meter in 1:01,33 Minuten nur mit Müh und Not unter den geforderten 1:01,37 Minuten. Etwa schneller war Christian vom Lehn unterwegs, der nach 1:00,98 Minuten anschlug. Raus aus dem WM-Rennen ist dagegen der Darmstädter Marco Koch. Der Olympia-13. über 200 Meter war in 1:01,70 Minuten zu langsam.

Nach dem überraschenden Erfolg von Selina Hocke im Rückensprint über 50 Meter brennt Jenny Mensing heute auf Revanche über 200 Meter. Die routinierte Wiesbadenerin legte in 2:011,88 Minuten die schnellste Vorlaufzeit hin. Neben ihr wird im Endlauf Hocke schwimmen, die am Morgen Zweite wurde (2:12,79 Minuten). Auch die drittplatzierte Lisa Graf aus Berlin kann noch von Barcelona träumen.

Glania gescheitert - Lebherz in Form

Der Olympia-Zehnte über 200 Meter Rücken, Jan-Philip Glania, scheiterte überraschend deutlich an der WM-Norm von 2:00,74 Minuten. Favorit im Endlauf ist Yannick Lebherz, der zum DM-Auftakt mit einem deutschen Rekord über 400 Meter Lagen seine gute Form unter Beweis stellte.

Weitere WM-Vorlauf-Normen schwammen Franziska Hentke über 200 Meter Schmetterling und Brustspezialistin Caroline Ruhnau über die 100-Meter-Distanz. Hentke distanzierte die Konkurrenz in 2:09,74 Sekunden deutlich, muss sich im Finale aber noch ein wenig steigern. Die bereits über die kurzen 50 Meter Brust qualifizierte Ruhnau brachte 1:08,51 Minuten ins Wasser. Wiederholt sie die Zeit im Finale, ist sie auch über diese Strecke dabei.