Nur Rapp übersteht Vorläufe - Hocke: "Ich wurde total überrollt"

Von sieben deutschen Schwimmern hat am Montagmorgen mit Clemens Rapp nur ein einizger den Sprung in die nächste WM-Runde mit Ach und Krach geschafft. Selina Hocke, im April Shootingstar der WM-Quali in Berlin, fühlte sich bei ihrem ersten Auftritt "total überrollt".

| 29. Juli 2013 | AKTUELL

Selina Hocke | Selina Hocke 100 Meter Rücken Frauen Vorlauf

Selina Hocke 100 Meter Rücken Frauen Vorlauf

Foto >Daniel Kopatsch

Als 16. schnappte sich Rapp den letzten Halbfinalplatz über 200 Meter Freistil. In 1:48,37 Sekunden schwamm er über eine Sekunde langsamer als noch bei seinem Sieg bei den Deutschen Meisterschaften Ende April. Der zweite deutsche Starter, der Mainzer Dimitri Colupaev, schied in schwachen 1:48,50 Minuten als 19. aus. 

Auch für Caroline Ruhnau (22./100 Meter Brust), Sarah Köhler (14./1.500 Meter Freistil), Leonie Antonia Beck (12./1.500 Meter Freistil), Selina Hocke (31./100 Meter Rücken) und Felix Wolf (27./100 Meter Rücken) war nach den Vorläufen Schluss. Zudem verpassten alle DSV-Starter das von Bundestrainer Henning Lambertz ausgegebene Ziel, bei der WM die Zeiten von den Deutschen Meisterschaften zu toppen. Bis auf Rapp und Colupaev hätten für die Deutschen jedoch selbst die DM-Zeiten nicht fürs Weiterkommen gereicht.

Clemens Rapp | Clemens Rapp qualifizierte sich mit Müh\' und Not für das Halbfinale.

Clemens Rapp qualifizierte sich mit Müh' und Not für das Halbfinale.

Foto >Daniel Kopatsch

Hocke: Darf mich nicht ablenken lassen

"Ich denke, dass war Kopfsache. Ich hatte mich eigentlich fit gefühlt", sagte eine leicht verzeifelt wirkende Selina Hocke mit verweinten Augen. Die 16 Jahre alte Berlinerin, vor allem zum Lernen zu ihrer ersten WM gereist, schwamm in 1:02,94 Sekunden fast eineinhalb Sekunden langsamer als noch in Berlin. "Mich hat das alles total überrollt hier in der Halle. Da muss ich dran arbeiten, dass ich mich davon nicht ablenken lasse."

Trotz der Pleite blicke sie optimistisch auf die nächsten Rennen. "Ich setze darauf, dass das ein einmaliges Erlebnis war. Morgen habe ich einen freien Tag. Danach will ich mich für die 50 total auf mich konzentrieren." Angesprochen, ob der Einsatz in der 4 x 100 Meter Lagenstaffel noch Thema sei, antwortete Hocke nur: "Jetzt nicht mehr." Mit der extra nachnominierten Lisa Graf hatte sich der DSV schon im Vorfeld mit einer zweiten Rückenschwimmerin abgesichert.