Sofern er gesund ist, dürfte Paul Biedermann mit den WM-Normen für Barcelona keine Schwierigkeiten bekommen. Als Olympia-Fünfter über 200 Meter Freistil ist er über diese Strecke bereits qualifiziert.

Frank Wechsel / spomedis

Paul Biedermann lässt im Finale über 200 m Freistil Amaury Leveaux und der gesamten Konkurrenz keine Chance.
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Pool | 13. März 2013

WM-Quali 2013 Neue Normen gegen den Psycho-Knacks

Peter Jacob | Pünktlich zu den Deutschen Meisterschaften sorgen sie alljährlich für Diskussionsstoff unter Deutschlands Top-Schwimmern: die Qualifikations-Kriterien für das Top-Event. Unter dem neuen Chef-Bundestrainer Henning Lambertz gilt es diesmal vergleichsweise einfache Norm-Zeiten für die WM in Barcelona zu erzielen. Dazu gibt es ein neues Motto: Quali ist Quali.
Wie man’s macht, macht man’s verkehrt, könnte man meinen. Sind die Qualifikationskriterien zu lasch, werden die Sportler nicht gefordert. Sind zu hart, verliert der Athlet den Fokus auf das Top-Event. Nun hat sich Neu-Bundestrainer Lambertz des Problems angenommen und einen neuen Quali-Modus für die WM 2013 (19. Juli bis 4. August) kreiert: Statt einer harten Norm müssen Britta Steffen und Co. bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin (25. bis 28. April) nun zwei vergleichsweise einfache knacken, eine im Vorlauf (entspricht Platz 24 der WM 2011) und eine im Finale (Platz 16 der WM 2011).
"Die Athleten sollen immer vor Augen haben, dass die Deutschen Meisterschaften 'nur' eine Qualifikation darstellen, das heißt, nach der Qualifikation zum Top-Event muss der Sportler noch heiß darauf sein, die letzten ein bis zwei Prozent aus sich herauszuholen", erklärte Lambertz, der seit Anfang des Jahres im Amt ist. Lediglich die vier deutschen Olympia-Finalisten von London (Britta Steffen, Paul Biedermann, Steffen Deibler und Markus Deibler) müssen über ihre Hauptstrecken keine Norm-Zeit erfüllen. Ihnen reicht Platz eins oder zwei in Berlin.
Lambertz' Vorgänger Dirk Lange hatte dagegen auf sehr harte Quali-Normen bestanden. So erhielt das ersehnte Olympia-Ticket im vergangenen Jahr nur, wer eine Zeit erzielte, die bei der WM 2011 zu Platz zehn gereicht hätte. Jedoch konnten in London viele DSV-Aktive ihre starken DM-Leistungen nicht bestätigen. Lambertz: "Legen wir die Latte so hoch wie in der Vergangenheit, fällt der Sportler erleichtert über das Erreichen der Norm unter Umständen in ein Loch, aus dem er dann nicht schnell genug herauskommt."

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