Mensing, Hentke und ein Trio sorgen für die Highlights

Viel hat Jenny Mensing nicht gefehlt, um bei den nationalen Meisterschaften in Berlin für den ersten deutschen Einzel-Rekord zu sorgen. Auch Franziska Hentke und die 1.500-Meter-Frauen schwammen Klassezeiten.

| 11. April 2015 | AKTUELL

Jenny Mensing | Jenny Mensing bei DM 2015.

Jenny Mensing bei DM 2015.

Foto >Daniel Kopatsch

In 2:08,48 Minuten blieb Mensing über 200 Meter Rücken nur 18 Hundertstel über ihrem eigenen deutschen Rekord, den sie vor drei Jahren an gleicher Stelle geschwommen war. "Ich bin selbst total geflasht", sagte die Wiesbadenerin nach ihrer ersten Zeit unter 2:10 Minuten in diesem Jahr, wodurch die 29-Jährige in der Weltrangliste auf Rang fünf vorrückte.

Schmetterling-Spezialistin Franziska Hentke gelang ein Klasserennen über 200 Meter und wie Mensing die fünftschnellste Zeit des Jahres in ihrer Disziplin. In 2:07,05 Minuten verbesserte die Magdeburgerin ihre persönliche Bestzeit um über eine halbe Sekunde. Zum sechs Jahre alten deutschen Rekord von Annika Mehlhorn fehlen der Dritten der letzten Kurzbahn-WM jetzt nur noch 60 Hundertstel. "Ich bin überrascht, dass ich nach den vielen Infekten in der Vorbereitung hier schon so schnell schwimmen konnte“, sagte Hentke. „Da ist für Kasan noch eine Menge mehr drin."

3 x Weltklasse über 1.500 Meter

Bei den Männern gelang es Alexander Kunert vom SV Gelnhausen nicht, wie unterschwellig in einem Zeitungsinterview angekündigt, den Uralt-Rekord von Michael Groß zum Wankeln zu bringen. 1:57,36 Minuten reichten dem 19-Jährigen dennoch zum Sieg und einer neuen Bestzeit. Das hat sich sau gut angefühlt, nur die letzten 50 Meter waren sehr hart“, sagte Kunert. Olympiasieger Michael Groß war 1986 1:56,24 Minuten geschwommen.

Eine tolle Show boten Isabelle Härle, Sarah Köhler und Leonie Beck über 1.500 Meter Freistil. Mit gewaltigem Abstand zur Konkurrenz schwammen die drei fast das gesamte Rennen über Kopf an Kopf. Erst auf den letzten beiden Bahnen setzte sich Freiwasser-Europameisterin Härle etwas ab und schwamm das Rennen in 16:06,82 Minuten nach Haus. Die Frankfurterin Köhler sicherte in 16:07,32 Minuten Silber vor Beck (16:07,70 Minuten). Es waren die Topzeiten zwei bis vier in diesem Jahr weltweit.