Marco Koch in Rekordzeit zu Gold

Brustschwimmer Marco Koch hat die Durststrecke der deutschen Schwimmer beendet und nach zwei Jahren das erste Gold bei einem internationalen Großevent gewonnen. Der Darmstädter setzte sich in Berlin über 200 Meter Brust durch.

| 21. August 2014 | AKTUELL

Marco Koch | Marco Koch siegt bei der EM in Berlin.

Marco Koch siegt bei der EM in Berlin.

Foto >Daniel Kopatsch

Nach dem Blick an die Anzeigetafel ließ sich Koch erstmal gebührend feiern: Auf der Leine sitzend ballt er seine muskulösen Oberarme und genießt sichtlich den Jubel im Berliner Velodrom.

Marco Koch | Brustschwimmer Marco Koch hat das erste Gold für die deutschen Schwimmer in Berlin geholt.

Brustschwimmer Marco Koch hat das erste Gold für die deutschen Schwimmer in Berlin geholt.

Foto >Daniel Kopatsch

In deutscher Rekordzeit von 2:07,47 Minuten gewann der 24-Jährige knapp vor dem Briten Ross Murdoch und Giedrius Titenis aus Litauen. Zuletzt hatten die deutschen Schwimmer bei der EM 2012 über Gold gejubelt. Danach waren sie bei Olympia 2012 und der WM 2013 jeweils sieglos geblieben.

100 m Brust, Männer

PlatzNameZeit

1

Marco Koch (Dramstadt)

2:07,47 min

2

Ross Murdoch (Großbritannien)

2:07,77 min

3

Giedrius Titenis (Litauen)

2:08,93 min

4

Andrew Willis (Großbritannien)

2:09,19 min

5

Ilya Khomenko (Russland)

2:10,36 min

Swipe me

„Bei der letzten Wende habe ich kurz nach meinen Gegnern geguckt und gesehen, dass es reicht“, sagte Koch. Dennoch musste der Vize-Weltmeister bis zum letzten Meter kämpfen, weil vor allem Murdoch hinten raus noch einmal aufkam. „Die letzte Bahn war sehr hart“, meinte Koch, der sich an seinem eigenen deutschen Rekord (2:08,33 Minuten) über fünf Jahre lang die Zähne ausgebissen hatte.

Graesser fehlt ein Wimpernschlag

Den Sprung aufs Podest verpasste ganz knapp Nicolas Graesser im Rückensprint über 50 Meter. Bei seiner ertsen internationalen Meisterschaft kam der 20-Jährige in 25,02 Sekunden bis auf eine Hundertstel an seine Bestzeit heran.

50 m Rücken, Männer

PlatzNameZeit

1

Vladimir Morozow (Russland)

24,64 s

2

Jeremy Stravius (Frankreich)

24,84 s

3

Christoph Walker-Hebborn (Großbritannien)

25,00 s

4

Nicolas Graesser (Deutschland/USA)

25,02 s

5

Guy Barnea (Israel)

25,05 s

Swipe me