Kristin Otto verliert Auszeichnungen

Mehr als 30 Jahre nach ihren größten Erfolgen verlieren Kristin Otto und vier weitere ehemalige Spitzenschwimmerinnen aus der DDR die Auszeichnung „Welt-Schwimmerin des Jahres“. Das US-Magazin „Swimming World“ reagierte damit auf "positive Doping-Tests sowie Doping-Geständnisse von Athleten und ihren Trainern", heißt es auf der Magazin-Website.

| 4. Dezember 2013 | AKTUELL

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Foto >Silke Insel / spomedis

Neben der ZDF-Moderatorin Kristin Otto sind Kornelia Ender, Ulrike Tauber, Petra Schneider und Ute Geweniger von der Streichung der Auszeichnung betroffen. Zusammengerechnet waren sie zwischen 1973 und 1988, als die DDR den internationalen Schwimmsport dominierte, elfmal als Schwimmerinnen des Jahres geehrt worden. Kristin Otto gewann bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988 sechs Mal Gold und gilt damit hinter Jenny Thompson (USA) als erfolgreichste Schwimmerin der Geschichte. Zwar waren auch die DDR-Männer in dieser Zeit erfolgreich, zu einer Auszeichnung durch „Swimming World“ kam es aber nicht.

Da das Magazin in den 70er- und 80er-Jahren keine Top-Five-Listen veröffentlichte, wie es heute getan wird, könne keine Schwimmerin „nachrücken“. Vielmehr bliebe der Platz in den Swimming-World-Archiven vakant.