Daniela Schreiber (SV Halle) sicherte sich über 200 Meter Freistil die zweite Weltcup-Medaille ihrer Karriere.

Silke Insel / spomedis

4 x 100 m Freistil der Frauen
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Pool | 15. Oktober 2011

Weltcup in Stockholm Kompletter Medaillensatz für den DSV

Miriam Müller | Im ersten Finalabschnitt des Kurzbahn-Weltcups in Stockholm sicherte sich das Team des Deutschen Schwimm-Verbands einen kompletten Medaillensatz: Gold für Paul Biedermann über 400 Meter Freistil, Silber für Marco Koch über 200 Meter Brust – und Daniela Schreiber holte Bronze über 200 Meter Freistil.

16.09 Uhr: 200 Meter Freistil Frauen

Mit der drittschnellsten Vorlaufzeit war Daniela Schreiber in das Finale eingezogen – und schlug auch im Finale nach 1:55,44 Minuten als Dritte an. Die 22-Jährige sicherte sich damit 500 US-Dollar Euro Preisgeld. Schreiber musste sich lediglich der schwedischen Top-Schwimmerin Sarah Sjöstrom, die das Rennen in starken 1:52,92 Minuten für sich entschied, und der Australierin Angie Bainbridge (1:53,03 Minuten) geschlagen geben. Nach 150 Metern sah es so aus, als müsse die Schwedin Sjöström ihrer schnellen 100-Meter-Durchgangszeit von 54,67 Sekunden Tribut zollen. Mit einem starken Endspurt konnte sie sich aber knapp gegen die aufkommende Australierein durchsetzen.

16.13 Uhr: 50 Meter Brust Männer

Nach vorne schob sich im Finale Marco Koch. Nachdem der Darmstädter sich mit der siebtschnellsten Vorlaufzeit nur knapp für den Endlauf qualifizieren konnte, schaffte er es in 27,47 Sekunden auf Platz vier. Koch, der beim Auftakt-Meeting in Dubai alle drei Bruststrecken für sich entscheiden konnte, musste sich einem Kollegen von "Down Under" und einem norwegischen Duo geschlagen geben. Das Rennen gewann der Australier Glenn Snyders (27,04 Sekunden) vor Alexander Dale Oen (27,06 Sekunden), dem Weltmeister über 100 Meter Brust, und Oens Landsmann Alexander Hetland (27,13 Sekunden)

16.30 Uhr: 400 Meter Lagen Männer

Drei durchgeführte Siegerehrungen und nur 17 Minuten später sprang Marco Koch im Finale über 400 Meter Lagen erneut ins Wasser – und belegte in 4:18,07 Minuten Rang fünf. Für einen Platz auf dem Treppchen reichte die Kraft nicht ganz. Dort platzierten sich der zur Zeit Führende der Weltcup-Gesamtwertung, Chad le Clos (4:03,10 Minuten) aus Südafrika, vor dem Japaner Daiyo Seto (4:03,33 Minuten) und dem Dittplatzierten David Verraszto (4:03,45 Minuten) aus Ungarn.

16.38 Uhr: 100 Meter Schmetterling Frauen

Über 100 Meter Schmetterling der Frauen betrat zum ersten Mal Therese Alshammar die Bühne des diesjährigen Weltcup-Zirkus. Mit inzwischen 34 Jahren zeigte die "Schweden-Diva" ihren jüngeren Konkurrentinnen die Fußsohlen: Ihre 50-Meter-Durchgangszeit von 25,39 Sekunden war 12 Hunderstel schneller als die Angangszeit der Französin Diane Buy-Duyet bei ihrem Weltrekord. Den verfehlte Alshammer mit ihrer Siegerzeit von 55,99 Sekunden jedoch um 94 Hundertstel. Zweite wurde die Chinesin Lu Ying (56,44 Sekunden) vor der drittplatzierten Schwedin Sarah Sjöström (56,95 Sekunden). Theresa Michalak aus Halle belegte in 59,23 Sekunden Rang acht. Daniela Schreiber konnte sich mit der elftschnellsten Vorlaufzeit (1:00,76 Minuten) auf ihrer Nebenstrecke nicht für das Finale qualifizieren.

17.02 Uhr: 200 Meter Lagen Frauen

Über 200 Meter Lagen der Frauen ging es für Theresa Michalak um ein Platz auf dem Siegertreppchen. Die amtierende Deutsche Meisterin war mit der viertschnellsten Vorlaufzeit in das Finale eingezogen. Nach 150 Metern lag sie aussichtsreich auf Rang drei, musste sich aber auf den letzten 50 Metern Freistil noch um 16 Hunderstel der Koreanerin Hye Ra Choi geschlagen geben und belegte in 2:09,55 Minuten Rang vier. Das Rennen gewann die Kanadierin Erica Morningstar (2:07,90 Minuten) vor Izumi Kato (2:09,39 Minuten) aus Japan.

17:07 Uhr: 400 Meter Freistil Männer

Dann gab Paul Biedermann im Rennen über 400 Meter Freistil der Männer sein diesjähriges Weltcup-Debut. Der Weltrekordhalter über diese Strecke siegte souverän in 3:43,45 Minuten. Bereits nach 100 Metern übernahm Biedermann die Führungsarbeit und hatte sich nach 200 Metern eine Körperlänge Vorsprung erarbeitet. Diesen konnte der Hallenser bis ins Ziel auf zwei Längen ausbauen und so den Serben Stefan Sorak(3:45,09 Minuten) und Pal Joensen (3:45,50 Minuten) von den Faröer Inseln auf die Plätze zwei und drei verweisen. Biedermann kann sich für seinen Sieg über 1.500 US-Dollar Preisgeld freuen.

17.26 Uhr: 200 Meter Brust Männer

Über 200 Meter Brust wollte Marco Koch es noch einmal wissen. Nachdem der 21-Jährige diese Strecke in Dubai souverän gewinnen konnte, war er auch in Stockholm als Vorlaufschnellster in das Finale eingezogen. Dort musste der Darmstädter in einem Anschlagfinale allerdings dem Japaner Naoya Tomita (2:05,13 Minuten) den Vortritt lassen und belegte in 2:05,25 Minuten Platz zwei. Dritter wurde Tomitas Landsmann Kazuki Otsuka (2:06,36 Minuten). Mit Platz zwei verdiente sich Marco Koch 1.000 US-Dollar für seine Weltcup-Reisekasse dazu.
Der Schwimm-Weltverband FINA zeigt auch den zweiten Final-Abschnitt aus Stockholm im Live-Stream: Sonntag ab 15.40 Uhr MESZ.

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