Köhler holt zweites Gold - wann fällt der Uraltrekord?

Zur persönlichen Bestzeit hat es gereicht, zum deutschen Rekord noch nicht: Sarah Köhler hat bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin über 400 Meter Freistil ihren zweiten Titel errungen, die Rekordzeit von Anke Möring aber verpasst.

| 6. Mai 2016 | AKTUELL

Sarah Köhler | Sarah Köhler bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin.

Sarah Köhler bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin.

Foto >Daniel Kopatsch / spomedis

Köhler benötigte 4:06,65 Minuten und blieb damit 35 Hundertstel unter ihrer bisher schnellsten Zeit. Die Frankfurterin schwamm ein beherztes 400-Meter-Rennen mit zwei fast exakt gleichen Rennhälften. Bei der 200-Meter-Marke hatte die 21-Jährige nach 2:03,14 Minuten gewendet. Am Ende fehlten ihr 81 Hundertstel auf den deutschen Rekord von Anke Möhring aus dem Jahr 1989.

Für Köhler war es nach dem Sieg über 800 Meter bereits der zweite Titel bei den diesjährigen Meisterschaften. Auf beiden Strecken ist sie zudem auf Olympiakurs. Das Ticket für Rio verpasste Johanna Friedrich knapp. Die Magdeburgerin ging das Tempo von Köhler lange mit. Im Ziel war sie in 4:09,52 Minuten zwar Zweite, aber gut eine halbe Sekunde zu langsam für die Olympia-Longlist von Bundestrainer Henning Lambertz.

400 m Freistil

100 m200 m300 m400 m

Sarah Köhler

0:59,85

2:03,14

3:05,85

4:06,65

Johanna Friedrich

1:00,32

2:03,17

3:06,28

4:09,52

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Anke Möhring wurde mit ihrer Rekordzeit 1989 Europameisterin in Bonn. Die Zeit von 4:05,84 Minuten bedeuteten dabei nicht nur DDR-Rekord, sondern auch Europarekord. Als dieser hatte die Bestmarke stolze 15 Jahre Bestand, bis Laure Manaudou 2004 schneller schwamm als die Magdeburgerin.