Koch kämpft um Medaille - auch Steffen erreicht Finale

Der Darmstädter Marco Koch hat sich mit neuer Saisonbestleistung zum Medaillenaspiranten über 200 Meter Brust gemausert. Über 100 Meter Freistil erreichte Britta Steffen das WM-Finale am Freitagabend.

| 1. August 2013 | AKTUELL

Marco Koch | Marco Koch 200 Meter Brust der maenner Vorlauf

Marco Koch 200 Meter Brust der maenner Vorlauf

Foto >Daniel Kopatsch

Spätestens durch seinen Finaleinzug hat Brustschwimmer Marco Koch seine WM-Nominierung gerechtfertigt. Wegen einer Disqualifikation bei der Quali im April war der 23-Jährige auf die Gunst der DSV-Verantwortlichen angewiesen. Jetzt ist er der erste echte Medaillenanwärter im deutschen Team. In 2:08,61 Minuten steigerte er seine erst im Vorlauf erzielte Saisonbestzeit erneut um 78 Hundertstelsekunden. Einzig dem ungarischen Olympiasieger Daniel Gyurta gelang in 2:08,50 Minuten ein noch besseres Ergebnis. Kochs persönliche Bestleistung liegt seit vier Jahren bei 2:08,33 Minuten.

Britta Steffen | Britta Steffen (rechts) und Missy Franklin stehen vor dem Start beieinander.

Britta Steffen (rechts) und Missy Franklin stehen vor dem Start beieinander.

Foto >Daniel Kopatsch

Podest für Steffen weit entfernt

Britta Steffen schwamm in 53,85 Minuten noch einmal acht Hundertstel schneller als im Vorlauf und so schnell wie noch nie in diesem Jahr. Ob die 29-Jährige aber in den Kampf um Edelmetall eingreifen kann, scheint trotz der Leistungssteigerung unwahrscheinlich. Selbst Bundestrainer Henning Lambertz hatte auf die Frage nach den Chancen von Britta Steffen erklärt: "Wir sprechen hier nicht über Medaillen."

Das Podest ist für Weltrekordlerin auch noch weit entfernt. Die Drittschnellste des Halbfinals, die Niederländerin Ranomi Kromowidjojo (53,29 Sekunden), war über eine halbe Sekunde schneller als Steffen. Sarah Sjöström blieb in 52,87 Sekunden gar unter 53 Sekunden. Außerdem werden im Finale US-Star Missy Franklin und die Weltjahresbeste Cate Campbell aus Australien vertreten sein.

Lebherz ausgeschieden

Der Potsdamer Yannick Lebherz konnte seine Leistung aus dem Vorlauf kein zweites Mal abrufen. In 1:57,71 Minuten blieb er als Elfter rund vier Zehntelsekunden über der Zeit von heute Morgen, mit der er das Finale gerade noch als Achter erreicht hätte. Bei den deutschen Meisterschaften war er sogar 1:56,71 Minuten geschwommen. Als Titelfavoriten zogen Olympiasieger Tyler Clary (1:55,16 Minuten) und Titelverteidiger Ryan Lochte (1:55,88 Minuten) in den Endlauf ein.