24 Stunden im Wasser - 69 Kilometer abgespult: Jürgen Stumpf schwamm für den guten Zweck.

Triathlon-Team Oftersheim-Schwetzingen

Jürgen Stumpf 24 Stunden Schwimmen
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Pool | 11. März 2013

Bestleistung Jürgen Stumpf schwimmt 69 km in 24 Stunden

Sonja Schleutker-Franke | Er hat für sich eine persönliche Bestleistung im 24-Stunden-Schwimmen aufgestellt und dabei Gutes getan: Jürgen Stumpf aus Mannheim schwamm 69 Kilometer im Hallenbad Ketsch für den guten Zweck. Dabei war es eher Zufall, dass der 49-Jährige zum Langstreckenschwimmen kam.
Knieprobleme zwangen den begeisterten Triathleten vor zwei Jahren dazu, beim Laufen und Radfahren kürzer zu treten. „Da blieb mir nichts anderes übrig, als schwimmen zu gehen“, erzählt Stumpf. So kam es, dass er beim 12-Stunden-Schwimmen in Höfen startete und dieses mit 38,2 Kilometern auch prompt gewann. Nach einigen 12-Stunden-Schwimmen musste eine neue Herausforderung her – der Mannheimer wagte sich ans 24-Stunden-Schwimmen in Mühlheim. Er konnte den Wettkampf nach 65 Kilometern gewinnen.
Stumpf hat viele prominente Vorreiter: Christof Wandratsch beispielsweise schwamm in Burghausen 1994 stolze 80,5 Kilometer. Jan Gräfe schaffte es in Waren an der Müritz sieben Jahre später auf 75 Kilometer. Im Rahmen der 24 Stunden arena des Deutschen Schwimm-Verbands (DSV) wird seit 2010 jährlich eine Bestenliste der "Längste Strecke Herren" und "Längste Strecke Damen" veröffentlicht.

Arbeit - Essen - Training

„Als wir das 24-Stunden-Schwimmen in Ketsch planten, war mir schnell klar, dass es eine Benefizveranstaltung sein sollte. Ich fand es eine tolle Idee, mit meiner Leistung anderen zu helfen", sagt Stumpf. Unterstützt werden soll eine Gruppe mit behinderten Schwimmern sowie eine defekte Hüpfburg für Kinder im Schwimmbecken ersetzt werden.
Seit Oktober trainierte Stumpf vier bis sechs Mal in der Woche vier, fünf, manchmal auch sechs Stunden. Viel Unterstützung und vor allem Verständnis bekam er von seiner Frau Hildegard. „Wenn ich von der Arbeit kam, stand das Essen auf dem Tisch und ich konnte gleich danach zum Training, ohne auch nur die Teller abräumen zu müssen“, erzählt Stumpf. Da seine Frau ebenfalls eine begeisterte Schwimmerin sei, begleitete sie ihn auch oft ins Becken.
Stumpfs Arbeit, bei der er im Logistikbereich teilweise im Schichtdienst arbeitet, kam ihm bei seinem Training entgegen. „Wenn man auch mal nachts arbeitet, gewöhnt sich der Körper daran, dass er auch zu ungewöhnlichen Zeiten Leistung bringen muss. Außerdem ist es praktisch zum Beispiel nach der Frühschicht noch viel Zeit zum Trainieren zu haben.“

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