Heidtmann siegt vor entfesseltem Hintze

Wie erwartet ist Jacob Heidtmann über 400 Meter Lagen in Berlin zum deutschen Meistertitel geschwommen. Der WM-Fünfte aus Elmshorn musste sich dabei bis zum Schluss gegen DSV-Supertalent Johannes Hintze wehren.

| 5. Mai 2016 | AKTUELL

Jacob Heidtmann | Jacob Heidtmann schwimmt 400 Meter Lagen.

Jacob Heidtmann schwimmt 400 Meter Lagen.

Foto >Daniel Kopatsch / spomedis

Nach zurückhaltenden 100 Metern Schmetterling und 100 Metern Rücken übernahm Heidtmann erst auf der Brustteilstrecke das Kommando. Zunächst überholte er seinen Hamburger Trainingskollegen Ramon Klenz und schloss dann zum Führungsduo um Kevin Wedel und Johannes Hintze auf. Nach dem Wechsel in den Kraulstil vergrößerte Heidtmann dann seinen Vorsprung rasch und schwamm in 4:13,25 Minuten zum Sieg.

„Ich wusste bis heute Morgen nicht, zu was ich im Stande bin, da ich Anfang der Woche noch mit einem Magen-Darm-Virus zu kämpfen hatte“, sagte Heidtmann, der seinen deutschen Rekord (4:12,08 Minuten) nur um rund eine Sekunde verpasste. „Aber ich habe immer Bock, schnell zu schwimmen.“

Für Raunen in der Halle sorgte Youngster Hintze mit seinem starken Endspurt. Auf der Schlussbahn hängte er den Mainzer Kevin Wedel ab und gab dann sichtlich alles. An Heidtmann kam er zwar nicht mehr heran aber auch so reichte es für den 16-Jährigen in 4:14,72 Minuten zum neuen Altersklassenrekord und noch viel wichtiger: Olympianorm. Wedel gewann in 4:17,88 Minuten die Bronzemedaille.

Im Lagen-Finale der Frauen machte es Franziska Hentke spannend. Die Magdeburgerin schwamm in 4:38,56 Minuten zum Meistertitel und brachte ihren Trainer Bernd Berkhahn damit am Beckenrand zum Ausrasten. Der Coach hatte es genau gesehen: Vier Zehntelsekunden blieb Hentke dank ihres Schlussspurts unter der Norm für Rio. Silber holte die junge Frankfurterin Julia Mrozinski in 4:42,39 Minuten vor Juliane Reinold (4:43,92 Minuten).