Friis pusht Ledecky zu Fabelweltrekord

Katie Ledecky und Lotte Friis haben sich bei der WM ein unglaubliches Rennen über 1.500 Meter geliefert. Beide blieben nach dem Kopf-an-Kopf-Duell deutlich unter dem bisherigen Weltrekord. Ledecky hatte am Schluss die größten Reserven.

| 30. Juli 2013 | AKTUELL

Untitled image | Katie Ledecky (USA) jubelt nach 400 Meter Freistil Finale

Katie Ledecky (USA) jubelt nach 400 Meter Freistil Finale

Foto >Daniel Kopatsch

"I wusste, dass wir sehr schnell unterwegs waren", sagte Ledecky, die bereits die 400 Meter Freistil für sich entschieden hatte. "Ich musste nur aufpassen, nicht zu überpacen."

Die Gefahr bestand, denn die US-Amerikanerin und Friis gingen von Beginn an unglaubliches Tempo. Schon nach 200 Metern, beide hatten sich bereits deutlich vom Rest des Feldes abgesetzt, wendete Ledecky drei Sekunden unter der Durchgangsmarke von Kate Ziegler bei deren Weltrekord 2007.

Katie Ledecky | Lotte Friis (links) und Katie Ledecky nehmen sich nach dem Anschlag in den Arm.

Lotte Friis (links) und Katie Ledecky nehmen sich nach dem Anschlag in den Arm.

Foto >Daniel Kopatsch

Doch Friis steckte nicht auf. Immer wieder wechselte die Führung zwischen ihr und Ledecky. Beide schienen sich förmlich gegenseitig in ungeahnte Geschwindigkeitsregionen zu treiben. Bei der 800-Meter-Marke hatte Friis die Nase vorn, wendete über fünf Sekunden früher als Ziegler vor sechs Jahren.  

Ledecky kann nochmal zulegen

Wer nun dachte, die 25-jährige Dänin oder die die 16-jährige Ledecky würden ihrem hohen Angangstempo auf der zweiten Hälfte Tribut zollen, rieb sich verwundert die Augen. Der Abstand zum alten Rekord blieb konstant bei etwa fünf Sekunden.

Katie Ledecky  | Erledigt aber glücklich: Katie Ledecky ballt nach dem Rennen die Faust.

Erledigt aber glücklich: Katie Ledecky ballt nach dem Rennen die Faust.

Foto >Daniel Kopatsch

100 Meter vor dem Ziel schaltete Ledecky sogar noch einmal hoch und konnte sich von Friis absetzen. In 15:36,53 Minuten sicherte sie sich schließlich Gold und pulverisierte den Weltrekord (15:42,54 Minuten). Auch Friis ("Ich bin sehr glücklich mit dem Rennen") schwamm in 15:38,88 Minuten noch Rekord - allerdings "nur" Europarekord. Bronze gewann Lauren Boyle aus Neuseeland in ebenfalls starken 15:44,71 Minuten.