Ein Rückenschwimmer startet beim Einschwimmen in Berlin mit der neuen Startvorrichtung.

Michael Rauschendorfer

Beim Einschwimmen wird eine neue Halterung für den Rückenstart ausprobiert
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Pool | 14. Mai 2013

Neuer Startblock Flügel beim Rückenstart

Peter Jacob | Vor ein paar Jahren setzte sich der Track-Start beim Schwimmen durch. Der Schwimmsport reagierte und entwickelte einen passenden Startblock mit variablem Startkeil. Jetzt könnten die Rückenschwimmer mit einer eigenen Startvorrichtung nachziehen. Ein Prototyp wurde am Rande der Deutschen Meisterschaften in Berlin getestet.
Die Startvorrichtung wird für Rückenwettbewerbe auf den vorhanden Startblock montiert.  Der entscheidende Unterschied: Eine Querleiste ermöglicht es den Schwimmern, sich besser von der Wand abzustoßen. Wurden die Füße bisher an die senkrechte Wand gestellt, können sie nun auf der Leiste platziert werden. Bei den Athleten der DM n Berlin kam das gut an. "Die Rückenstarthilfe ist top. Meiner Meinung nach muss die eingeführt werden", sagte beispielsweise der Bremer André Biere.
Beim Einschwimmen wird eine neue Halterung für den Rückenstart ausprobiert
Auf einer schmalen Querleiste finden die Füße des Schwimmers Halt beim Start.
©Michael Rauschendorfer
Der 22-Jährige, bei der DM über vier Einzelstrecken am Start, wurde vor wenigen Tagen achtfacher Landesmeister in Bremen. Dabei siegte er auch über 200 Meter Rücken. "Man kann eine ganz andere Position im Wasser einnehmen, wodurch man dann natürlich auch schneller am Start ist", so Biere. Ob er letztlich weiter gesprungen sei als bisher, ist sich der vielseitige Schwimmer nicht sicher. "Es hat sich zumindest so angefühlt." Neben dem verbesserten Abdruck bietet die Startvorrichtung einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Vorteil. Der Widerstand unter den Füßen minimiert die Gefahr des Abrutschens von der Wand.
Ob und wann die Starthilfe im Wettkampf eingesetzt wird, steht noch nicht fest. Jedoch scheinen die Überlegungen bei der FINA sehr konkret. "Der Startblock wird definitiv bis zu den Olympischen Spielen 2016 kommen", sagte bei der DM ein Insider, der nicht namentlich genannt werden wollte. In Berlin forderten einige Trainer ihre Athleten vorsichtshalber zur Mäßigung auf. Sie befürchteten, die Sportler könnten sich zu früh an den effektiven Katapultstart gewöhnen.

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