FINA testet vor allem Chinesen und Russen

Seit Beginn des Jahres hat der Weltschwimmverband FINA 1.427 unangekündigte Dopingtests durchgeführt. Vor allem Russen und Chinesen haben die Doping-Fahnder im Visier.

| 10. Juni 2016 | AKTUELL

Umkleide | Umkleidekabine im Dulsberg-Bad

Umkleidekabine im Dulsberg-Bad

Foto >Frank Wechsel / spomedis

In einer Pressemitteilung gab die FINA heute einige Zahlen zu ihren unangekündigten Dopingtests in diesem Jahr bekannt. Demnach fanden über 70 Prozent der Tests (1.022) bei Schwimmsportlern statt. Der Rest verteilte sich auf die Disziplinen Wasserball (163), Open Water (96), Wasserspringen (74) und Synchronschwimmen (72).

Besonders häufig wurden Wassersportler aus Russland und China unangekündigt getestet. Sie traf es bis heute 226- bzw. 201-mal. Auch die USA (92) und Brasilien (91) liegen in diesem Ranking weit vorn. Wie oft deutsche Sportler getestet wurden, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Aus den monatlichen Testreports, die die FINA auf ihrer Website veröffentlicht, errechnet sich aber die Zahl von 34 Tests von Anfang Januar bis Ende Mai. Diese wurden bei Wettkämpfen und Out of Competition durchgeführt.

Laut FINA-Angaben hat der Weltverband im Jahr 2016 mehr als eine Million US-Dollar für die Durchführung von unangekündigten Dopingtests aufgewendet.