FINA erlaubt Delfinkick jetzt auch vor dem Tauchzug

Der Weltschwimmverband FINA hat in Doha eine weitere Regeländerung beim Brustschwimmen bekanntgegeben. Diese betrifft erneut den Delfinkick während der Unterwasserphase nach Start und Wende.

| 30. November 2014 | AKTUELL

Marco Koch | Marco Koch

Marco Koch

Foto >Daniel Kopatsch

Die Neuregelung besagt explizit, dass der Schwimmer den Delfinkick bereits vor dem Tauchzug durchführen darf. Bisher lautete die Formulierung in den Wettkampfbestimmungen: "Dabei [während des Tauchzugs] darf er [der Schwimmer] einen einzigen Delfinbeinschlag ausführen." Dies wurde in der Praxis so ausgelegt, dass der Kick frühestens dann erfolgen durfte, wenn die Arme zum Tauchzug ansetzten.

Künftig wird man damit Schwimmer sehen, die nach dem Abstoß von der Wand zunächst in strömungsgünstiger Streckhaltung verharren, dann einen Delfinkick durchführen und erst dann den Tauchzug. Die neue Regel soll bei FINA-Events ab sofort und damit bereits für die in drei Tagen beginnenden Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Doha gelten.

Den Delfinkick beim Brustschwimmen hatte die FINA erst vor Kurzem eingeführt, nachdem sich immer wieder Topathleten durch unerlaubte, aber für die Kampfrichter kaum erkennbare Kicks, Vorteile verschafft hatten. Unter anderem 100-Meter-Olympiasieger Cameron van der Burgh hatte dies nach seinem Triumph in London unumwunden zugegeben.