Christian vom Lehn siegte bei der Trofeo Sette Colli in Rom über 200 Meter Brust.

Frank Wechsel / spomedis

vom lehn
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Pool | 20. Juni 2011

Erfolgreicher Formtest DSV-Team sammelt Medaillen in Rom

Miriam Müller | Vier Wochen vor den Weltmeisterschaften in Shanghai (China) hat sich das Team des Deutschen Schwimmverbandes (DSV) einem Formtest unterzogen. Beim hochkarätigen Meeting "Trofeo Sette Colli" in Rom (Italien) behauptete sich die deutsche Spitze gegen internationale Konkurrenz.
Das Sammeln von Wettkampfhärte und das Messen mit der Weltklasse standen im Vordergrund der Reise des DSV-Teams nach Rom. Für das Trofeo Sette Colli Meeting hatte unter anderem hochkarätige Konkurrenz wie Federica Pellegrini, die italienische Weltrekordhalterin über 200 und 400 Meter Freistil, Schwedens "Diva" Therese Alshammar (ein entsprechendes Tattoo ziert ihren Lendenwirbelbereich), die niederländischen Weltklassesprinterinnen um Ranomi Kromowidjojo und Marlee Veldhuis und der südafrikanische Sprinter Roland Schoeman, der 2005 als erster die 50 Meter Freistil unter 21 Sekunden geschwommen war, gemeldet.

Gold für vom Lehn

Die deutschen Athleten bestanden diesen Formtest mit Bravour, besonders die Brustschwimmer fischten in der italienischen Hauptstadt reichlich Edelmetall aus dem Pool. Gold gewann überraschend der Deutsche Meister Christian vom Lehn über 200 Meter Brust in 2:13,12 Minuten.

Je dreimal Silber und Bronze für DSV-Schwimmer

Zweite Plätze gab es sowohl bei den Frauen als auch bei den Herren über 50 Meter Brust. Die Deutsche Meisterin Dorothea Brandt aus Berlin wurde in 31,68 Sekunden Zweite hinter der Jamaikanerin Alia Atkinson (31,06 Sekunden). Über die gleiche Strecke der Männer wurde Hendrik Feldwehr aus Essen in 27,82 Sekunden Zweiter und musste sich nur dem südafrikanischen Weltrekordhalter Cameron van der Burg (27,62 Sekunden) geschlagen geben. Ebenfalls Platz zwei belegte Sarah Poewe aus Wuppertal über 100 Meter Brust in 1:08,76 Minuten.
Bronzemedaillen nahmen Markus Deibler (Hamburg) über 100 Meter Freistil (49,36 Sekunden), Marco Koch (Darmstadt) über 200 Meter Brust (2:13,26 Minuten) und Jenny Mensing (Wiesbaden) über 200 Meter Rücken (2:11,24 Minuten) im Gepäck mit nach Hause.

Nächste Station: Paris

Die deutschen Top-Stars Britta Steffen und Paul Biedermann haben zugunsten ihrer individuellen WM-Vorbereitungen auf den Formtest in Rom verzichtet. Steffen bereitet sich zu Hause in Berlin auf die Titelkämpfe in Shanghai (Poolwettbewerbe vom 24. bis 31. Juli) vor, Biedermann befindet sich im Trainingslager auf Teneriffa (Spanien). Für die anderen DSV-Starter steht am kommenden Wochenende beim Meeting Open de Paris das nächste Zusammentreffen mit der internationalen Konkurrenz auf dem WM-Vorbereitungsplan. Paris ist für einige deutsche Schwimmer (Marco Koch über 200 Meter Brust, Steffen Deibler über 50 und 100 Meter Schmetterling) die letzte Chance, eine WM-Norm zu schwimmen und sich ein Ticket für die Weltmeisterschaften in China zu sichern.

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