Auf dem Weg zu Titel Nummer drei: Dorothea Brandt startet zum 50-Meter-Freistil-Sprint.

Michael Rauschendorfer

Dorothea Brandt beim Start Vorlauf 50 F in Berlin bei DM 2013.
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Pool | 28. April 2013

Kraulsprint Dorothea Brandt will dritten Titel

Peter Jacob | Dorothea Brandt steht bei den Deutschen Meisterschaften vor dem dritten Titel über eine 50-Meter-Strecke. Die Sprintspezialistin, schon über Schmetterling und Brust nicht zu schlagen, geht am Nachmittag (ab 14.45 Uhr) als Favoritin in das kurze Freistil-Finale, das ohne Britta Steffen stattfindet.
Brandt hatte nach der verpassten Olympia-Qualifikation im vergangenen Jahr in Essen einen Neuanfang gestartet. Ihr absoluter Fokus liege nun auf den 50 Meter Freistil, der Rest sei nur Beiwerk, sagte Bundestrainer Henning Lambertz gestern als Begründung für Brandts Verzicht auf das 100-Meter-Freistil-Finale.
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Den Vorlauf beendete die 29-Jährige in 24,70 Sekunden nur vier Hundertstel über ihrer Bestzeit. Neben ihr wird im Finale, das ohne Weltrekordlerin Britta Steffen über die Bühne gehen wird, Daniela Schreiber schwimmen. Die 100-Meter-Siegerin blieb in 25,46 Sekunden ebenfalls unter WM-Norm, was bei den Männern weder Topsprinter Steffen Deibler noch Titelverteidiger Marco Di Carli gelang.

Viermal 1:48 Minuten

Über die prestigeträchtigen 200 Meter Freistil deutet bei den Männern alles auf ein enges Rennen um WM-Tickets und -Staffelplätze hin. Mit Yannick Lebherz, Clemens Rapp und Tim Wallburger blieben drei Schwimmer unter den geforderten 1:48,96 Minuten. Auch Dimitri Colupaev und Robin Backhaus liegen noch in Schlagdistanz. Markus Deibler schied als Zwölfter aus.
200m Freistil: Die sechs Vorlaufschnellsten:
  1. Yannick Lebherz (Potsdam) 1:48,16 Minuten
  2. Clemens Rapp (Bad Saulgau) 1:48,21 Minuten
  3. Tim Wallburger (Berlin) 1:48,68 Minuten
  4. Dimitri Colupaev (Mainz) 1:48,96 Minuten
  5. Robin Backhaus (Berlin) 1:49,48 Minuten
  6. Christoph Fildebrandt (Wup/Uer/Dor) 1:51,15 Minuten
Youngster Selina Hocke schwimmt über die Rücken-Distanzen weiter unbekümmert - und schnell. Nachdem die 16-Jährige Topfavoritin Jenny Mensing bereits über 50 und 200 Meter die Grenzen aufzeigte, brachte sie auch über 100 Meter in 1:01,76 Minuten die schnellste Zeit ins Wasser. Mensing, vergangenes Jahr Dreifachsiegerin auf allen Rückenstrecken hielt sich in 1:01,90 Minuten immerhin die WM-Tür offen.

Heintz stark - Deibler schont sich

Stark präsentierte sich Philip Heintz aus Mannheim über 100 Meter Schmetterling. Der Sieger über die doppelte Distanz brachte schnelle 52,15 Sekunden ins Wasser. Im Finale würde diese Zeit für die WM-Nominierung reichen. Steffen Deibler hielt sich am Morgen noch zurück, schwamm als Vorlauf-Vierter mit angezogener Handbremse ins Finale. Für die WM ist er durch seinen vierten Platz bei Olympia vorqualifiziert. Ihm reicht Platz eins oder zwei im Endlauf.
Bei den Frauen blieben Alexandra Wenk (München) und Paulina Schmiedel (Essen) zwar unter der Marke von einer Minute. An der Norm von 59,56 Sekunden scheiterten sie aber ebenso wie Franziska Hentke, die deutsche Meisterin über 200 Meter Schmetterling.

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