Die Stimmen zum Rennen von Paul Biedermann

Der erste Schritt ist getan, Paul Biedermann steht im Endlauf über 200 Meter Freistil. Wir haben uns nach dem Rennen in der Mixed-Zone umgehört.

| 3. August 2015 | Aktuell

Paul Biedermann - Halbfinale 200 m Freistil | Paul Biedermann - Halbfinale 200 m Freistil

Foto > Frank Wechsel / spomedis

Das sagen die Trainer und Paul Biedermann selbst nach dessen 1:46,20 Minuten im Halbfinale.

Paul Biedermann: "Ich habe gesehen, dass Ryan Lochte abgehauen ist. Auf Bahn 1 kannst du so etwas schon mal machen. Mit meiner Zeit bin ich nicht ganz zufrieden, ich wollte eigentlich schneller sein aber ich habe ja noch eine Möglichkeit. Ich würde nicht sagen, dass ich schon 100 Prozent gegangen bin. Aber es war sehr anstrengend. Die Außenbahn im Finale finde ich ganz bequem. Das Rennen wird nach 150 Metern entschieden sein. Dann will ich mich in einer guten Position befinden."

Frank Embacher (Biedermann-Trainer): "Das wichtigste ist, dass er im Finale ist. Zum Dritten sind es nur zwei Zehntel und mit seiner Jahresbestzeit könnte er an dritter oder vierter Stelle sein. Wir gehen aber davon aus, dass Sun Yang hinten raus noch mehr kann. Dass Lochte auf der Außenbahn durchkommt, war überraschend. Aber im Finale kommt man mit einer 50,8 (Lochtes 100-Meter-Split, Anm.) nicht weit, weil mit Sicherheit ein höheres Tempo angeschlagen wird. Dann kriegt man die Leute schon bei 150 Meter und dann sieht es für sie schwer aus. Mit Bahn sieben guckt Paul morgen aufs Feld. Das ist eine gute Bahn für ihn."

Henning Lambertz (Bundestrainer): "Was immer noch Pauls Stärke ist, ist die zweite Hälfte. Auf den zweiten 100 Meter ist er einer der Stärksten, wenn nicht der Stärkste der Welt. Aber er muss das Rennen schneller angehen. Wenn die anderen 50,8 schwimmen, dann ist 52,1 zu langsam. 51,5 und schneller und es sieht gut aus. Ich glaube, dass er das kann."