Drei Wochen verbringt Daniela Schreiber im Höhentrainingslager auf 2.300 Meter. Es ist der erste Teil ihrer Vorbereitung auf die Schwimm-WM in Barcelona.

Frank Wechsel / spomedis

Der DSV-Kader im Training
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Pool | 17. Mai 2013

Daniela Schreiber "Die Höhe macht mich schneller. Ich beiße mich durch."

Peter Jacob | Die meisten DSV-Schwimmer flogen nach überstandener WM-Quali ins Trainingslager nach Sardinien. Daniela Schreiber und eine Handvoll weiterer Athleten zog die Höhe der spanischen Sierra Nevada vor. Die deutsche Meisterin über 100 Meter Freistil über Höhe, Gewicht und den Wunsch, eigentlich woanders sein zu wollen.
Frau Schreiber, das Trainingscenter in der Sierra Nevada liegt auf 2.300 Meter. Wie kommen Sie mit der Höhe zurecht?
Ich bin schon über 20 Mal in einem Höhentrainingslager gewesen, davon etwa zwölfmal in der Sierra Nevada. Daher wusste ich, was mich hier erwarten würde. Als Asthmatikerin fällt es mir schwer mit dem zusätzlichen Sauerstoffmangel in der Höhe klar zu kommen. Ich weiß jedoch, dass mich das Training weiter bringt und deshalb beiße ich mich durch.
Der weitaus größere Teil der Nationalmannschaft ist mit Bundestrainer Henning Lambertz nach Sardinien geflogen. Klangen Mittelmeer und italienisches Essen nicht attraktiv genug für Sie?
Aus trainingsmethodischer Sicht macht mich der Aufenthalt in der Höhe schneller und darauf kommt es ja schließlich an. Aber wegen des Klimas und den geplanten Aktionen mit der Nationalmannschaft wäre ich lieber nach Sardinien geflogen. Da laufen gerade ein Medienseminar und die Versteigerung der Neumitglieder, die dann lustige Aufgaben erfüllen dürfen.
Mit wem verbringen Sie die drei Wochen im Trainingslager?
Ich trainiere hier unter anderem mit Thea Michalak, Britta Steffen, Kevin Wedel, Clemens Rapp, Sarah Köhler und Philip Heintz. Wir schwimmen bis zu sieben Kilometer pro Einheit, die Heidelberger noch ein paar hundert Meter mehr. Als Trainer sind Herr Embacher und Herr Buck (Markus Buck, scheidender Bundestrainer für Diagnostik, Anm. d. Red.) dabei. Außerdem haben wir vom IAT Leipzig einen Spezialisten zur Video- und Technikanalyse vor Ort sowie eine Ärztin.
Schreibers Tagesablauf:
8.00 Uhr: Frühstück
9.00 Uhr: Wassertraining
11.30 Uhr: Athletiktraining
13.00 Uhr Mittagessen
16.30 Uhr: Wassertraining
20.00 Uhr: Abendbrot
Von einem Ausflug nach Granada posteten Sie kürzlich Fotos von einem großen Eisbecher sowie haufenweise Churros, eine Art spanischer Krapfen mit viel Fett und Zucker. Was hält Ihr Trainer Frank Embacher von dieser Ernährung?
Nach harten Trainingseinheiten gönne ich mir auch mal etwas, in diesem Fall war es Süßes. Mein Trainer hat nichts dagegen solange ich mein Gewicht halte.
Wie sieht Ihr Fahrplan bis Barcelona aus?
Erstmal feiern wir hier Bergfest und haben einen ganzen Tag frei. Am 25. Mai geht es wieder nach Hause. Danach sind Wettkämpfe bei der Mare-Nostrum-Tour in Barcelona und Canet geplant. Eventuell fliege ich noch einmal für zehn Tage in ein warmes Klima.

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