Britta Steffen: Pech in Peking

In Peking hat die ohnehin schon von vier auf zwei geschrumpfte DSV-Delegation keinen sonderlich guten Start erwischt. Immerhin: Britta Steffen konnte auch auf der sechsten von acht Weltcup-Stationen die 100 Meter Freistil für sich entscheiden.

| 3. November 2012 | AKTUELL

Debrecen Vorläufe Tag 2 - 17 | Britta Steffen

Britta Steffen

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Das hatte sich Britta Steffen anders vorgestellt: Nach immerhin zehn Tagen Pause vom anstrengenden Jetten um die Welt ist die Berlinerin guten Mutes gen Peking geflogen. Doch nach einem 17. Rang über die für sie ungewohnt langen 200 Meter Freistil (1:59,42 Minuten) ist die Doppel-Olympiasiegerin am Ort ihres größten Triumphes doch tatsächlich zu früh vom Block gesprungen und musste sich das Finale über 50 Meter Freistil von der Tribüne aus anschauen.

"Au Backe“, schrieb die Bald-Hallenserin, die in Zukunft mit Freund Paul Biedermann zusammen leben und trainieren will, dann auch auf ihrer Facebook-Seite. „Ich stand auf dem Block, alles wie immer und dann Fehlzündung, bin einfach gesprungen – ohne Startsignal, das war blind und taub gleichzeitig.“ Das sollte ihr nicht noch einmal passieren. Und tatsächlich setzte Steffen am zweiten Tag ihre Erfolgsserie über die 100 Meter Freistil auch auf der sechsten Station der diesjährigen Weltcup-Tour fort und kraulte in 52,78 Sekunden souverän zum Sieg.

Doppel-Europameisterin Jenny Mensing wartet indes weiterhin auf ihren ersten Einzel-Podestplatz. Auch bei ihrem nach Dubai, Doha und Berlin vierten Versuch musste sich die Wiesbadenerin über 200 Meter Rücken nach 2:07,14 Minuten mit Rang vier begnügen. Über die halbe Distanz kam die Rückenspezialistin zudem nicht über Rang sechs (59,86 Sekunden) hinaus.

Den geplanten Start über die 100 Meter Lagen ließen sowohl Mensing als auch Steffen sausen. „Das morgendliche Schwimmen will mir noch nicht gelingen, hänge noch immer im Jetlag“, so Steffen. Viel Zeit zur Eingewöhnung bleibt den beiden deutschen Damen auf der Asien-Tour nicht. Bereits am Dienstag macht der Weltcup-Zirkus in Tokio Halt, bevor am kommenden Wochenende Singapur zum Finale lädt.