Biedermann scheitert an WM-Norm

Vor zwei Jahren hatte Paul Biedermann die Schwimmwelt auf den Kopf gestellt, als er über 400 Meter Freistil Weltmeistertitel und Weltrekord holte. Nun verpasste er die Qualifikation zur Titelverteidigung knapp. Auch Silke Lippok verfehlte auf der halb so langen Strecke die WM-Norm.

| 3. Juni 2011 | Aktuell

Paul Biedermann (SV Halle) | Paul Biedermann (SV Halle)

Paul Biedermann (SV Halle)

Foto > Frank Wechsel / spomedis

3:46,91 Sekunden lautete die Norm des Deutschen Schwimmverbands für die Qualifikation zur Weltmeisterschaft im Juli in Shanghai, bei 3:47,44 Minuten blieb die Uhr für Biedermann stehen - aus der Traum für die Titelverteidigung? "Ich bin schon enttäuscht", sagte der Weltrekordinhaber (3:40,07 Minuten im inzwischen verbotenen Hightech-Anzug), "offenbar ist mein Trainingszustand über die 400 Meter noch nicht wie gewünscht."

Langer Weg zum Sieg

Biedermann hatte sich erst unerwartet spät von seinen Konkurrenten absetzen können, vor allem der Bad Saulgauer Clemens Rapp blieb dem Weltmeister eng auf den Fersen. Erst auf den letzten 150 Metern machte sich Biedermann zur Titelverteidigung auf, siegte nach 3:47,44 Minuten vor Rapp (3:48,13 Minuten) und dem 1.500-Meter-Meister Christian Kubusch aus Magdeburg (3:49,85 Minuten).

Hoffen auf den Weltmeisterbonus

Nun hofft der Lebensgefährte von Britta Steffen auf einen Weltmeisterbonus durch den DSV, den er in den letzten Tagen wegen des dem Fernsehen angepassten Formats dieser Titelkämpfe scharf kritisiert hatte: "Vielleicht darf ich trotzdem über die 400 Meter bei der Weltmeisterschaft starten. Ziel ist es jetzt aber erstmal, dass ich mich über die 200 Meter für Shanghai qualifiziere." Das Finale findet am Sonntagnachmittag statt, das ZDF überträgt die Entscheidung ab 15 Uhr live.

Die WM-Norm verfehlt haben auch die Deutschen Meisterinnen auf zwei weiteren Strecken: Silke Lippok bleib bei ihrem dritten 200-Meter-Freistil-Titel in Folge in 1:56,98 Minuten über der Marke für Shanghai, Theresa Michalak siegte über 200 Meter Lagen in neuer persönlicher Bestzeit von 2:13,32 Minuten, was ebenfalls nicht für die WM-Qualifikation reichte.

Ergebnisse 400 Meter Freistil Männer Finale

WM-Norm: 3:46,91

1 Paul Biedermann SV Halle/Saale 3:47,44

2

Clemens Rapp

TSV Bad Saulgau

3:48,13

3

Christian Kubusch

SC Magdeburg

3:49,85

4

Sören Meißner

SG Neukölln Berlin

3:53,53

5

Martin Grodzki

SSC Berlin-Reinickendorf

3:53,75

6

Alexandre Liess

SSG Saar Max Ritter

3:54,65

7

Manuel Belzer

SG EWR Rheinhessen-Mainz

3:58,96

8

Manuel Schwarz

SG Frankfurt

3:59,40

9

Robert Nüßle

Erfurter SSC

4:00,13

10

Tobias Horn

SSG Leipzig

4:01,62

Swipe me

Ergebnisse 200 Meter Freistil Frauen Finale

WM-Norm: 1:56,98

1 Silke Lippok SSG Pforzheim 1:58,24

2

Lisa Vitting

SG Essen

1:59,47

3

Franziska Jansen

SV Nikar Heidelberg

1:59,91

4

Daniela Schreiber

SV Halle/Saale

1:59,92

5

Annika Bruhn

SV Bietigheim

2:00,14

6

Theresa Michalak

SV Halle/Saale

2:01,07

7

Julika Niegisch

SSG Saar Max Ritter

2:01,85

8

Johanna Friedrich

SC Magdeburg

2:03,38

9

Sabrina Marzahn

SV Rhenania Köln

2:03,82

10

Hannah Freiwald

SG Dortmund

2:06,00

Swipe me

Ergebnisse 200 Meter Lagen Frauen Finale

WM-Norm: 2:11,23

1. Theresa Michalak SV Halle/Saale 2:13,32

Alexandra Wenk

SG Stadtwerke München

2:15,28

Katharina Schiller

VfL Waiblingen

2:15,87

Jessica Steiger

VFL Gladbeck

2:17,41

Isabelle Tschirch

SG Neukölln Berlin

2:17,96

Annika Mehlhorn

SG Frankfurt

2:18,20

Teresa Baerens

TSV Hohenbrunn-Riemerling

2:18,61

Annika Bruhn

SV Bietigheim

2:18,63

Paula Beyer

SC Magdeburg

2:20,46

Alisa Riebensahm

SG Neukölln Berlin

2:20,53

Swipe me