52,06 s: Cate Campbell bricht Britta Steffens Weltrekord

Britta Steffens Weltrekord über 100 Meter Freistil ist Geschichte. In Australien schwamm Cate Campbell 52,06 Sekunden und war damit 0,01 Sekunden schneller als die deutsche Doppel-Olympiasiegerin.

| 2. Juli 2016 | AKTUELL

Cate Campbell | Cate Campbell feiert nach ihrem Weltrekord über 100 m Freistil.

Cate Campbell feiert nach ihrem Weltrekord über 100 m Freistil.

Foto >Delly Carr / Swimming Australia Ltd.

Fünf Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele überraschte Campbell im Brisbane Aquatic Centre mit ihrer Spitzenleistung. Bereits im Vorlauf hatte sie in 52,96 Sekunden aufhorchen lassen und die Erwartungen für den Abend in die Höhe geschraubt.

Das Video zum Rennen

Im Finale wendete die Weltmeisterin von 2015 nach 24,89 Sekunden und vergrößerte danach ihren Vorsprung deutlich. Nach dem Zielanschlag feierten die Zuschauer Campbell mit Standing Ovations. Die Athletin klatschte zunächst mit Schwimmlegende Dawn Fraser ab und suchte dann in der Menge nach ihrer Mutter, um sich gebührend feiern zu lassen.

"Die Leute fragen mich seit drei Jahren"

"Ich bin total überrascht und kann gar nicht glauben, dass das passiert ist", sagte Campbel. Sie habe zunächst zweimal auf die Anzeigetafel geblickt, um sich zu vergewissern, dass dort nicht 52,86 Sekunden stünde, so die 24-Jährige. "Die Leute fragen mich seit drei Jahren, wann ich den Weltrekord breche und ganz ehrlich, ich hatte das heute gar nicht im Kopf. Doch jedes mal, wenn ich in den Pool gesprungen bin, habe ich mich gefragt, ob die Leute mich nun nicht mehr fragen werden. Jetzt ist es soweit."

Cate Campbell | Dawn Fraser beglückwünscht nach dem Rennen die neue Weltrekordlerin.

Dawn Fraser beglückwünscht nach dem Rennen die neue Weltrekordlerin.

Foto >Delly Carr / Swimming Australia Ltd.

Britta Steffen hatte ihren Rekord (52,07 Sekunden) im Jahr 2009 bei der WM in Rom aufgestellt. Der 32-Jährigen verbleibt noch die Bestmarke über 50 Meter (23,73 Sekunden). In einem aktuellen SWIM-Interview (Ausgabe erscheint am 6. Juli) hatte Steffen bereits vermutet, dass ihre Rekorde Rio möglicherweise nicht überstehen werden. Nun war es sogar schon etwas früher soweit.