50 Prozent sind keine sicheren Schwimmer

Erschreckendes Ergebnis einer forsa-Umfrage, die von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Auftrag gegeben wurde: 50 Prozent aller Zehnjährigen sind keine sicheren Schwimmer.

| 13. September 2012 | Aktuell

Nichtschwimmer | Nichtschwimmer

50 Prozent der Grundschüler können nicht sicher schwimmen.

Foto > Silke Insel / spomedis

„Die Schwimmfähigkeit der Kinder im Grundschulalter ist weiterhin ungenügend. Im Durchschnitt besitzen nur 40 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen das Jugendschwimmabzeichen Bronze und können somit als sichere Schwimmer bezeichnet werden“,  kommentiert Dr. Klaus Wilkens, Präsident der DLRG, die Umfrage-Ergebnisse. Selbst am Ende der Grundschule hätte nur die Hälfte der Jungen und Mädchen ein Jugendschwimmabzeichen erworben.

Schließung öffentlicher Bäder

„Die gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren verändert: Öffentliche Bäder werden geschlossen und es gibt weniger Wasserfläche für die Ausbildung“, bemängelt Martin Janssen, Pressesprecher der DLRG. Dies seien Gründe für die Misere.

Im Durchschnitt haben nach Angabe des befragten Elternteils 74 Prozent der Grundschüler das Frühschwimmerabzeichen „Seepferdchen“ absolviert. „Als sicherer Schwimmer kann nur gelten, wer einen Schwimmstil sicher und ausdauernd beherrscht. Sportwissenschaftler und unsere Ausbilder sind sich einig, dass die Prüfungsanforderungen des Seepferdchens dafür zu gering sind“, sagte DLRG-Präsident Wilkens.