Schwimmen für Afrika
Zwei Freunde bezwingen die Straße von Gibraltar
Hunderte Afrikaner kommen jährlich bei dem Versuch ums Leben, über die Straße von Gibraltar nach Europa zu flüchten. Darauf wollten sie aufmerksam machen – und Spenden sammeln für die Organisation "Hands Across Africa": Axel Hallbauer und Michael Trepte.
Vergangenen Freitag durchschwammen die beiden Freunde die Meerenge, die an ihrer schmalsten Stelle 14 Kilometer breit ist – Luftlinie. Die Straße von Gibraltar ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt. Mehr als 300 Handelsschiffe durchfahren sie täglich. Die Wassertemperatur: rund 19 Grad.
5.000 Euro für Afrika
3 Stunden und 50 Minuten benötigten der Münchner Hallbauer und der Dresdner Trepte für den Wasserweg, durch Neoprenazüge vor der Kälte geschützt. "Keine Ahnung, wie wir so schnell sein konnten, aber wir haben uns oft vom Tempo an die Grenzen geschoben. So haben wir wohl die Fabelzeit schaffen können", berichten die beiden auf der Website ihres Projektes "swim2africa". Denn sie haben nicht nur eine Fabelzeit geschafft, sondern gleichzeitig rund 5.000 Euro gesammelt.
Spenden und Gewinnen
Bis zum Start im spanischen Tarifa konnten auf ihrer Website Tipps abgegeben werden, in welcher Schwimmzeit der 38-jährige Hallbauer und der 30-jährige Trepte die Strecke bis Marokko meistern würden – gegen eine Spende an "Hands Across Africa".
Der Gewinner lag mit seinem Tipp von 3 Stunden und 59 Minuten nur neun Minuten über und damit am nächsten an der tatsächlich geschwommenen Zeit. Er konnte sich über ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro freuen, das Hallbauer und Trepte dank ihrer Sponsoren als zusätzlichen Anreiz zum Spenden ausschütten konnten.
Ein persönliches Ziel für einen guten Zweck
"Wir hatten das Glück, ein persönliches Ziel erreichen zu dürfen und dies mit einem guten Zweck verbinden zu können. Und wir haben das Glück, eine wohltätige Organisation zu kennen, der man vertrauen kann und die einen wirklichen Unterschied in einer kleinen Gemeinde in Afrika macht", bilanzieren Hallbauer und Trepte nach ihrer erfolgreichen Schwimm-Aktion auf ihrer Website. "Das und die vielen Unterstützer, die hinter unserem Projekt stehen und gespendet haben, machen das kleine Abenteuer zehnmal mehr befriedigend für uns."
Für Axel Hallbauer war es nicht seine erste Charity Aktion. 2010 fuhr er gemeinsam mit einem Freund auf dem Motorrad durch Kanada, Europa, Asien und Afrika, um Spenden für "Hands Across Africa" zu sammeln. Das Erlebnis endete mit einem Aufstieg auf den 5.895 Meter hohen Kilimandscharo in Tansania, den höchsten Berg Afrikas. Es bleibt also spannend, welche Herausforderung die Abenteurer als Nächstes annehmen werden.









