Nathalie Pohl gelingt Dreiländerquerung in Rekordzeit

Freiwasserschwimmerin Nathalie Pohl hat erneut für einen Rekord gesorgt: Im Bodensee legte die Marburgerin die 33 Kilometer lange Dreiländerquerung zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz in 9 Stunden und 19 Minuten zurück.

| 6. Juli 2016 | AKTUELL

Nathalie Pohl | Nathalie Pohl bei der Dreiländerquerung im Bodensee.

Nathalie Pohl bei der Dreiländerquerung im Bodensee.

Foto >www.bodenseequerung.de

In Lindau war die 21-Jährige am 1. Juli um 7:14 Uhr ohne Neoprenanzug gestartet. Über Rorschach in der Schweiz führte sie die Strecke bis nach Bregenz in Österreich. Oliver Halder vom Veranstalter Bodenseequerung gibt die Distanz mit 33,4 Kilometern an. Pohl erreichte das Ziel um 16:33 Uhr und unterbot damit die Bestmarke von Sabine Croci, die vor zwei Jahren 12 Stunden und 48 Minuten benötigt hatte.

Nathalie Pohl | Die Schwimmerin und ihr Begleitboot.

Die Schwimmerin und ihr Begleitboot.

Foto >www.bodenseequerung.de

"Der Bodensee und ich, das passt einfach", sagte Pohl nach dem erfolgreichen Schwimmen. "Es war ein grandioser Tag. Schon vor zwei Jahren hat mir das Wasser hier Glück gebracht und ich bin sehr stolz, dass auch heute hier alles so gut geklappt hat.“ 2014 war Pohl die 12 Kilometer lange Breitenquerung des Sees ebenfalls in Rekordzeit gelungen. Für die Strecke von Friedrichshafen nach Romanshorn hatte sie 2 Stunden und 50 Minuten gebraucht.

Eiskaltes Wasser am Rhein

Neben der langen Distanz und plötzlichen Wetterschwankungen erwarten die Athleten bei der Dreiländerquerung laut Veranstalter Halder zusätzliche Schwierigkeiten. Zum einen müssen sich die Schwimmer im Bereich des Rheinzuflusses auf Treibholz und starke Temperaturschwankungen einstellen. Bei Pohls Dreiländerquerung sank die Wassertemperatur von durchschnittlich 21 Grad hier auf unter 10 Grad Celsius. Hinzu kommt, dass die Athleten bei der Ankunft in der Schweiz das Wasser einmal komplett verlassen müssen, wodurch der Schimmrhythmus kurzzeitig unterbrochen wird.

Nathalie Pohl | Nathalie Pohl und ihr Team.

Nathalie Pohl und ihr Team.

Foto >www.bodenseequerung.de

Nach den erfolgreichen Schwimmen im Bodensee und ihrem Rekord vor Gibraltar hat Nathalie Pohl mit dem Ärmelkanal bereits das nächste Ziel vor Augen: "Nach meinen bisherigen Leistungen bin ich zuversichtlich, dass auch die Ärmelkanalquerung erfolgreich sein wird. Dennoch bin ich gespannt, denn das Meer hat seine ganz eigenen Gesetze.“