Möchte Ende August den Bodensee queren: Student Maximilian Melyarki.

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Maximilian Melyarki Bodensee
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Open Water | 29. Juli 2012

Bodenseelängsquerung Maxi Melyarki startet für den guten Zweck

Sonja Schleutker-Franke | Sein Studium ist eher trocken – Wirtschaftsrecht. Vielleicht ist Maximilian Melyarki während einer Vorlesung auf die Idee gekommen, den Bodensee längs zu queren. Fest steht jedenfalls, dass er sich erst im Frühjahr dazu entschieden hat, den Bodensee im August zu durchschwimmen. 64 Kilometer für den guten Zweck. Denn unterstützen möchte er damit den Verein Schutzhöhle, der bei der Aufklärung und Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern hilft.
Dass die Bodenseelängsquerung kein leichtes Unterfangen wird, dessen ist sich der 22-Jährige bewusst: „Ich denke, dass es zu 65 Prozent mentale Vorbereitung und zu 35 Prozent körperliches Training ist.“ Rund zehn Stunden in der Woche trainiert der Franke. Als Zeitfenster für das große Ereignis hat er den 20. bis 25. August gewählt - je nachdem, wann die Bedingungen am besten sind, wird er an einem dieser Tage losschwimmen.

Klausuren sind geschrieben

Vor allem jetzt, wo das Semester zu Ende und die letzten Klausuren geschrieben sind, kann er sich voll auf das Projekt konzentrieren. Zwei- bis dreitausend Euro benötigt der engagierte Student für die Realisierung des Projekts, hat er ausgerechnet. Doch mit der Sparkasse Hochfranken hat er inzwischen einen Unterstützer gefunden.
Melyarki kennt seine Kollegen im Extremschwimmen, hat sich schon mit Christof Wandratsch und Bruno Baumgartner unterhalten. „Man kann nicht von Konkurrenz sprechen, es ist eher ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das uns verbindet.“ Melyarkis Freunde jedenfalls sind von seinem Engagement begeistert: „99 Prozent von ihnen stehen voll hinter mir, und ein Prozent sagen, dass der Maxi spinnt“, sagt er lachend.

Ein weiteres Projekt

Doch Melyarki ist nicht der einzige, der ein Charity-Projekt im Bodensee plant. Am 18. August möchte Kirsten Seidel zugunsten krebskranker Kinder den Bodensee schwimmend umrunden. Los geht es von Bodman in Deutschland, nach Bregenz (Österreich) und anschließend weiter über Konstanz (Deutschland) bis Stein am Rhein in der Schweiz. „Die gesamte Strecke beträgt 136 Kilometer, die ich non-stop schwimmen werde“, erzählt Seidel.
Unterstützen möchte die Maschinenbau-Ingenieurin damit den Verein Sonnenstrahl in Dresden, der sich mit der Betreuung krebskranker Kinder und ihrer Angehörigen befasst. „Mit dieser Spendenaktion möchte ich ein Zeichen setzen, dass man mit einem starken Willen und einem klaren Ziel vor Augen scheinbar Unmögliches möglich machen kann“, sagt Seidl. Die Patenschaft pro geschwommenen Kilometer beträgt 70 Euro.

Bruno Dobelmann scheiterte

Im Mai und im Juli hatte Extremschwimmer Bruno Dobelmann bereits versucht, den Bodensee längs zu queren. Doch beide Male musste er aufgeben – einmal aus gesundheitlichen und einmal aus mentalen Gründen. Dobelmann erklärte daraufhin seinen Rückzug vom Langstreckenschwimmen.

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