Open Water | 10. Juli 2013

Junioren Rettungspokal Kräftemessen der Nachwuchsretter

Katharina Stephan | Viele Menschen verbinden mit der DLRG die rot-gelb gekleideten Helfer, die auf Wachtürmen an Badeseen sitzen. Auf der anderen Seite steht aber knallharter Rettungssport. Am Wochenende fand der 11. Junioren Rettungspokal in Halle/Saale statt - einem Länderkampf der besten deutschen Junioren, der zugleich als Qualifikation für die Junioreneuropameisterschaft dient.

Vielseitigkeit des Rettungsschwimmens

Das Rettungsschwimmen hat zumindest trainingstechnisch einige Gemeinsamkeiten mit dem Schwimmsport. Viele Rettungssportler trainieren zusätzlich in Schwimmvereinen, sind in den Listen der Deutschen Meisterschaften zu finden und unterstützen Erst- und Zweitligamannschaften bei den DMS. Und doch gibt es entscheidende Unterschiede. Fragt man Kadersportler der DLRG, was sie an ihrem Sport besonders schätzen, so hört man häufig diese Antwort: Die Vielseitigkeit. Denn geschwommen wird in Pool und Freigewässer, Puppen, Flossen, Boards und Rettungskajaks sind die Geräte, die ein guter Rettungssportler beherrschen muss.
Diese Vielseitigkeit wird auch beim Junioren-Rettungspokal gefordert. Der Gewinner hat die meisten Punkte in drei Pooldisziplinen und drei Oceandisziplinen gesammelt und darf sich somit zu Recht „Bester Juniorrettungssportler des Jahres 2013“ nennen.

Bis zu 16 Starts

Bevor die Sportler sich am Abschlussabend gebührend feiern lassen konnten, lagen jedoch zwei Tage harte Arbeit, Schweiß, Tränen und leider auch die eine oder andere Verletzung hinter ihnen. Die Sportler gehen bis zu 16 Mal an den Start, in Einzel- und Staffeldisziplinen versteht sich. Gekämpft wurde dabei nicht nur für die Einzelpunkte, sondern auch für den Landesverband, denn in der Endabrechnung wurden die Punkte der jeweils besten sechs Damen und Herren addiert.
Bei den Damen siegte Jessica Maas (Hessen) vor Nadine Stache (Sachsen-Anhalt) und Alica Gebhardt. Überlegener Sieger der Herren wurde Joshua Perling (Sachsen-Anhalt), gefolgt von Fabian Thorwesten (Westfalen) und Luca Hillen (Nordrhein).

In der Teamgesamtwertung konnte es kaum knapper zugehen. In der Endabrechnung setzte sich das Team aus Westfalen hauchdünn gegen Sachsen-Anhalt durch. Die Bronzemedaille sicherte sich der Landesverband aus Schleswig-Holstein.

In dieser Woche wird Bundestrainerin Susanne Ehling das Team für die Junioreneuropameisterschaften in Riccione (Italien) nominieren.