Irischer Schwimmer stirbt im Ärmelkanal

Für zwei Charity-Projekte wollte er Geld sammeln, indem er den Ärmelkanal durchschwimmt - doch das Projekt endete tragisch: Am frühen Morgen verstarb der Ire Paraic Casey (45) kurz vor der Küste Frankreichs.

| 22. Juli 2012 | AKTUELL

IMG_6829 | Bruno Baumgartner in Dover

Bruno Baumgartner in Dover

Foto >Miriam Müller / spomedis

Wie mehrere britische Medien berichten, war Paraic Casey am Samstagmorgen um 9 Uhr zusammen mit seiner Frau und seinem Begleitteam im britischen Dover gestartet, um den Ärmelkanal (35 Kilometer Luftlinie) zu durchschwimmen. Eine Woche habe er in der britischen Hafenstadt auf annehmbare Wetterbedingungen gewartet. Nach Angaben der Channel Swimming and Piloting Association (CS&PF) habe sich Paraic vor zwei Jahren zum Kanalschwimmversuch angemeldet und alle medizinischen Untersuchungen vorlegen können. Auch den Beweis, dass er sechs Stunden in 16 Grad kaltem Wasser schwimmen könne, habe der Ire in der Vorbereitung erbracht.

Zug um Zug habe sich der 45-jährige Ire der französischen Küste genähert, bis er das Projekt nach etwas mehr als 16 Stunden im kalten Wasser am frühen Sonntagmorgen um 1:30 Uhr wegen starker Übelkeit abgebrochen habe. An Bord des Begleitbootes habe er nach Medienberichten anschließend das Bewusstsein verloren. Nothelfer, die das Begleitboot per Hubschrauber und Schnellboot ansteuerten, hätten nur noch den Tod des Iren feststellen können. Die Küste Frankreichs sei nur noch zwei Seemeilen entfernt gewesen.