Ertrunken, weil sie ihren Hund retten wollte

Eine 49 Jahre alte Frau ist am Montagabend in einem Baggersee bei Köln ertrunken, weil sie ihren Hund vor dem Ertrinken retten wollte. Die Frau war mit ihrem Mann am See spazieren gegangen, als der Vierbeiner plötzlich ins Wasser sprang.

| 13. Mai 2015 | AKTUELL

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Foto >Sonja Schleutker-Franke / spomedis

„Ohne eine Obduktion können wir nur mutmaßen, woran die Frau im Wasser gestorben ist“, sagt Jörg Jennerjahn von der Bundesgeschäftsstelle der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gegenüber swim. In fremden Gewässern mit möglicherweise steilen Ufern und kalten Wassertemperaturen sei der Weg vom Schreck bis zum Herzstillstand kurz.

Jennerjahn weist ausdrücklich darauf hin: „Wenn man ein Lebewesen retten möchte, darf man sich nicht selbst in Gefahr bringen – der Eigenschutz geht immer vor.“ In diesem Fall wisse man zudem nicht, ob die Frau eine gute Schwimmerin war, den See kannte oder dicke Kleidungsstücke anhatte, die sich durch das Wasser vollgesogen hatten.

Laut Pressemitteilung der Feuerwehr Köln fanden die Einsatzkräfte „am Ufer den stark erschöpften männlichen Anrufer und im Wasser, einige Meter vom Ufer entfernt, eine leblose Frau vor. Die lange andauernden Wiederbelegungsmaßnahmen blieben erfolglos, so dass durch den Notarzt noch am Unfallort der Tod festgestellt wurde.“ Der Ehemann wurde mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht, der Hund vorrübergehend im Tierheim untergebracht.