DRIVEN - Einblick in die Welt des Marathonschwimmens

Welche Entbehrungen, Gefahren und Überwindungen warten auf einen Marathonschwimmer, der nachts an einer menschenleeren Küste startet in eisiges Wasser steigt? Genau davon handelt der Dokumentarfilm "DRIVEN", der ohne zu glorifizieren die Geschichte von drei völlig unterschiedlichen Athleten aufzeigt. swim.de-Blogger Bruno Baumgartner hat zugeschaut.

| 22. April 2014 | Aktuell

Driven | Driven

Cover des Dokumentarfilms "Driven".

Foto > VHX Corporation

DRIVEN - Einblick in die Welt des Marathonschwimmens

Es gibt Sportarten, über die praktisch alle Monate ein Film gedreht wird. Ganz anders sieht das jedoch beim Marathonschwimmen aus. Kaum jemand weiß, was einen Marathonschwimmer auf seinem langen Weg erwartet. Die Macher von „Driven“ hatten vor, dies zu ändern und dabei ist ihnen ein erstaunliches Stück Dokumentargeschichte gelungen. Es ist ein ruhig erzählter Film, ohne reisserische Elemente und ohne den Versuch, das Marathonschwimmen zu glorifizieren. Ähnlich wie in „Kanalschwimmer“ von Regisseur Jörg Adolph wird auch hier anhand von drei unterschiedlichen Individuen erzählt, welche physischen und psychischen Herausforderungen auf einen Extremschwimmer warten.

Video: Der Trailer zum Film:

Die drei Protagonisten sind keine Helden, sondern ganz normale Menschen mit dem Traum, etwas schier Unmögliches zu schaffen. Die junge Singlemutter Cherie Edborg, die 13 Jahre alte Fiona Goh und der erfahrene Schwimm-Veteran Evan Morrison suchen und finden erfolgreich ihre Grenzen. Der Film thematisiert die größten Ängste und Gefahren, denen sich Marathonschwimmer im offenen Ozean stellen müssen. Vom Start mitten in der stockdunklen Nacht, über die ständige Angst vor Haien, bis hin zur Hypothermie, die in kalten Gewässern wie ein Damoklesschwert über den Schwimmern schwebt.

3 Schwimmer, 3 Geschichten

Hall-of-Fame-Marathonschwimmer David Yudow erzählt zu Beginn eindrücklich von seinen eigenen Erlebnissen und wie er nach einem sogenannte „Aftershock“ einen Herzstillstand erlitt. Dieser Schockzustand kann erreicht werden, wenn kaltes Blut nach einer Unterkühlung plötzlich wieder aus den Extremitäten zurück ins Herz fliesst. Yudow musste von Feuerwehrleuten wiederbelebt werden und lag anschliessend zwei Tage lang im Koma. Diese Erzählung gleich zu Beginn des Films lässt keine Zweifel offen, dass sich dieser Sport an einige wenige Berufene richtet, die bereit sind, auch Risiken in Kauf zu nehmen. Schauplatz der eigentlichen Handlung ist der Santa Barbara Channel mit seinen acht Inseln vor der Südküste Kaliforniens:

Insel

Distanz

Solo-Querungen

Anacapa

19,6 km

35

Santa Cruz

30,5 km

5

Santa Rosa

44 km

1

San Miguel

41,5 km

1

Santa Barbara

60,7 km

1

San Clemente

83,7 km

1

San Nicolas

98 km

Santa Catalina

32,3 km

280

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