DLRG-App verrät, welche Flagge am Strand weht

Wenn die Temperaturen wärmer werden, zieht es viele Freiwasserschwimmer und Familien an den Wochenenden an Nord- und Ostsee. Damit sie sich wegen eines möglichen Badeverbots nicht umsonst auf die Reise machen, hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ein neues Serviceangebot entwickelt.

| 28. Mai 2015 | AKTUELL

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Foto >Sonja Schleutker-Franke / spomedis

Ab sofort können Badegäste den aktuellen Flaggenstatus vieler Strandabschnitte bereits von zu Hause aus abrufen. „Vergangenes Jahr mussten vor allem Tagesgäste oft erst vor Ort feststellen, dass das Baden aufgrund gefährlicher Wetterbedingungen nicht möglich ist“, sagt Alexander Paffrath vom DLRG Präsidium. In der App „DLRG Info“ (kostenlos für Android und iOS) sowie auf dieser Webseite geben die Rettungsschwimmer nun online Auskunft: Ist eine Wasserrettungsstation der DLRG besetzt, sind also Retter vor Ort, und wie sind die Gefahrensituationen und Wetterverhältnisse an den Stränden?

DLRG-App | Die DLRG-App informiert über ein mögliches Badeverbot.

Die DLRG-App informiert über ein mögliches Badeverbot.

Foto >DLRG

„Unser Angebot wird Stück für Stück ausgebaut, um die Urlauber bestmöglich zu informieren“, sagt Projektleiter Christoph Wilhelms, der mit seinem Team für die technische Umsetzung verantwortlich ist. Wie alle Rettungsschwimmer am Strand arbeitet auch er ehrenamtlich.

DLRG | Ungeübte Schwimmer sollten bei gelber Flagge nicht ins Wasser gehen.

Ungeübte Schwimmer sollten bei gelber Flagge nicht ins Wasser gehen.

Foto >DLRG

Im Jahr 2014 herrschten besonders an der Ostsee oft schwierige Wetterverhältnisse. Ablandiger Wind und gefährliche Unterströmungen haben dazu geführt, dass die Rettungsschwimmer der DLRG an den Stränden häufiger als gewohnt – auch bei vermeintlich gutem Wetter – die gelbe oder gar die rote Flagge hissen mussten. Die gelbe Flagge weist darauf hin, dass ungeübte Schwimmer das Baden vermeiden sollten; die rote Flagge signalisiert gar Lebensgefahr. „Wir bitten alle Badegäste, die Warnflaggen ernst zu nehmen und sich im Zweifel direkt bei den Rettungsschwimmern vor Ort zu informieren“, so Paffraths Appell.

Derzeit läuft die Saison an, und es werden wieder über 2.000 ehrenamtliche Rettungsschwimmer an der Küste eingesetzt. Bundesweit stehen ab sofort insgesamt gut 45.000 Retter der DLRG bereit.